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26 August 2026

Rezension von "Stille Saiten" von Freddy Sicko


 



#Werbung

#Rezension #Rezensionsexemplar


Bewertung ⭐⭐⭐⭐⭐

Nach dem ich euch den Autor bereits durch das Interview vorgestellt habe, möchte ich euch natürlich noch erzählen, wie mir Stille Saiten von Freddy Sicko, gefallen hat.

 

Die Atmosphäre des Buches ist sehr ruhig, Martin Weber, der Protagonist, ein Musiker, kommt nach Jahre langer Abwesenheit wieder zurück in sein Heimatdorf im Kraichgau. Er hat nach dem Tod seines Freundes, der nie wirklich aufgeklärt wurde, die Heimat verlassen.

Wir lernen das Dorf und die Umgebung kennen und tauchen dabei tief in die Gedankenwelt und Erinnerungen Martins ein.

Je länger er über die Geschehnisse von damals nachdenkt, desto mehr hat er das Gefühl da sind Unstimmigkeiten, die Ereignisse passen nicht zusammen.

Während er zu recherchieren und in der Vergangenheit zu graben beginnt, wächst das Misstrauen ihm gegen über immer mehr. Anscheinend wollen die Dorfbewohner nicht an den Dingen rühren.

Mich haben die Gedankengänge Martins fasziniert, immer wieder stellt er sich die gleichen Fragen, geht er die gleichen Wege ab und lässt die Geschehnisse vor dem Unfall Revue passieren. Manchmal wirkt es meditativ, monoton. Doch dadurch wurden mir die Ereignisse selbst so vertraut, dass mir ebenfalls die Ungereimtheiten auffielen. Martin zur Seite steht seine Frau, ruhig, nachharkend, Martin den Raum lassend, den er benötigt.

Doch zwischen durch hatte ich das Gefühl, sie sorgt sich um ihren Mann und dessen Besessenheit. Denn diese nimmt immer mehr Raum ein und überschattet und überragt ihre Beziehung und ihr Leben in der alten Heimat.

Dieses Gefühl entstand bei mir durch die vielen kleinen Blicke, Gesten und Beobachtungen, die der Autor die Ehefrau machen lässt. Die Subtilität in Freddy Sickos Art zu Schreiben habe ich sehr genossen.

Das Ende des Buches ist sanft, offen, gibt viel Raum zum Nachdenken und lässt die Lesenden nachdenklich zurück.

Für mich ist Stille Saiten ein sehr gelungenes Debüt und ich würde mich über viel mehr solcher ruhigen Geschichten freuen.


#buchvorstellung
#autorenvorstellung
#stillesaiten
#selfpublishing

Interview mit Freddy Sicko zu seinem Debüt „Stille Saiten“


 





Heute möchte ich euch Freddy Sicko und seinen Regional-Krimi „Stille Saiten“ vorstellen.

Obwohl das Buch nicht unbedingt meinem üblichen Genre entspricht, hat es mir sehr gefallen und Spuren hinterlassen.

 

Swapnix: Hallo Freddy, willkommen auf meinem Blog! Bitte stell dich den LeserInnen einmal vor. Wer bist du, was machst du, wenn du nicht schreibst und gibt es auch Pseudonyme von dir?

Freddy: Hallo Sabrina, vielen Dank für die Einladung!

Ich bin Freddy Sicko, Musiker, Sänger, Gitarrist, Songwriter und seit einiger Zeit auch Autor. Musik begleitet mich eigentlich schon mein ganzes Leben. Ich stehe regelmäßig live auf der Bühne, schreibe und produziere eigene Songs und bin dadurch ständig mit Geschichten, Menschen und Beobachtungen beschäftigt.

Vielleicht war deshalb der Schritt zum Schreiben eines Romans gar nicht so groß, wie ich zunächst dachte. Musik und Schreiben haben für mich viel gemeinsam: In beiden Fällen geht es darum, Atmosphäre zu schaffen, Gefühle auszulösen und eine Geschichte so zu erzählen, dass beim Gegenüber etwas hängen bleibt.

Für verschiedene musikalische Projekte arbeite ich teilweise auch mit Künstlernamen beziehungsweise Pseudonymen. Als Autor von „Stille Saiten“ trete ich aber ganz bewusst unter meinem eigenen Namen Freddy Sicko auf.

 

Swapnix: Seit wann schreibst du und in welchen Genres und für welche Altersgruppen schreibst du?

Freddy: Geschrieben habe ich eigentlich schon lange – zunächst hauptsächlich Songtexte. Einen Roman zu schreiben war aber noch einmal etwas völlig anderes. Aus einzelnen Ideen, Figuren und Szenen entstand irgendwann „Stille Saiten“.

Ich schreibe für erwachsene Leserinnen und Leser. „Stille Saiten“ hat zwar Elemente eines Kriminalromans, für mich ist es aber nicht der klassische Krimi, bei dem ausschließlich die Frage nach Täter und Tat im Mittelpunkt steht.

Mich interessieren genauso die Menschen dahinter, ihre Vergangenheit, ihre Beziehungen, ihre Entscheidungen und das, was lange unausgesprochen geblieben ist.

 

Swapnix: Was hat dich zu deinem Kriminalroman inspiriert, und spielt er in deiner Heimat? Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass du jeden Meter Weg, Straße und Grund, welcher in „Stille Saiten“ vorkommt, kennst wie deine Westentasche.

Freddy: Dieses Gefühl täuscht tatsächlich nicht. Ein großer Teil des Romans spielt in einer Gegend, die ich seit meiner Kindheit sehr gut kenne. Ich bin in Zaisenhausen im Kraichgau aufgewachsen, und viele Wege, Landschaften und Orte sind mir seit Jahrzehnten vertraut.

Genau das wollte ich beim Schreiben nutzen. Mir war wichtig, dass der Kraichgau nicht nur eine austauschbare Kulisse ist, sondern fast selbst zu einer Figur des Romans wird. Die Hügel, Weinberge, kleinen Straßen, Dörfer und vertrauten Wege erzeugen eine ganz bestimmte Stimmung.

Natürlich ist „Stille Saiten“ trotzdem ein Roman. Figuren und Handlung sind erfunden, und auch reale Orte werden erzählerisch verändert oder miteinander verbunden. Aber die Atmosphäre und mein Gefühl für diese Landschaft sind sehr persönlich.

 

Swapnix: Mit welchem deiner Charaktere kannst du dich am ehesten identifizieren und warum? Finden sich auch Spuren deiner Persönlichkeit in den Figuren?

Freddy: Am ehesten wohl mit Martin Weber. Er ist natürlich keine 1:1 übernommene Version von mir, aber in ihm steckt tatsächlich einiges aus meinem eigenen Leben.

Vor allem seine Verbindung zur Musik, bestimmte Erfahrungen, Erinnerungen und auch manche Gedanken über Entscheidungen, verpasste Chancen und die Frage, was im Leben wirklich wichtig ist, haben persönliche Wurzeln.

Beim Schreiben habe ich allerdings darauf geachtet, dass Martin trotzdem eine eigenständige Romanfigur bleibt. Manche Dinge habe ich verändert, verdichtet oder ganz neu erfunden. Aber gerade bei ihm verschwimmen Realität und Fiktion sicherlich stärker als bei den meisten anderen Figuren.

Überhaupt glaube ich, dass ein Autor immer etwas von sich selbst in seine Figuren hineinlegt – manchmal ganz bewusst, manchmal merkt man es erst später.

 

Swapnix: Welche Figur war für dich am schwersten und welche am einfachsten zu entwickeln? Woran könnte das gelegen haben?

Freddy: Am einfachsten sind erstaunlicherweise oft die Figuren, bei denen ich sehr schnell eine Stimme im Kopf habe. Sobald ich weiß, wie jemand denkt, spricht und auf Situationen reagiert, beginnt eine Figur fast selbstständig zu werden.

Schwieriger sind Figuren, deren Verhalten zunächst vielleicht widersprüchlich erscheint. Gerade dort muss man als Autor sehr genau wissen, was sie erlebt haben und warum sie bestimmte Entscheidungen treffen.

Bei „Stille Saiten“ war mir besonders wichtig, dass es möglichst wenig reine Schwarz-Weiß-Figuren gibt. Menschen tun manchmal falsche Dinge aus nachvollziehbaren Gründen – und umgekehrt können scheinbar richtige Entscheidungen gravierende Folgen haben.

Diese Zwischentöne machen Figuren für mich interessant, aber natürlich auch schwieriger zu schreiben.

 

Swapnix: Kannst du dir vorstellen, weitere Romane mit Lokalkolorit zu schreiben, oder arbeitest du sogar schon daran?

Freddy: Nicht nur vorstellen – ich arbeite bereits daran.

„Stille Saiten“ soll nicht allein bleiben. Die Geschichte und einige ihrer Figuren haben für mich noch längst nicht alles erzählt, und der Kraichgau bietet unglaublich viele Orte, Geschichten und Stimmungen, die sich literarisch nutzen lassen.

Der zweite Roman trägt den Arbeitstitel „Die Ordnung des Schweigens“ und führt die Geschichte weiter. Dabei möchte ich den Charakter der Reihe beibehalten: Spannung und Geheimnisse, aber ebenso Menschen, Beziehungen, Vergangenheit und natürlich wieder viel Atmosphäre aus der Region.

Ich merke beim Schreiben inzwischen, dass daraus eine ganze Reihe entstehen kann. Und darüber freue ich mich selbst wahrscheinlich genauso sehr wie hoffentlich später die Leserinnen und Leser.

 

Swapnix: Lieber Freddy, ich danke dir für den spannenden Einblick in dein Schreiben und die Entstehung von „Stille Saiten“. Möge das Buch viele begeisterte LeserInnen finden!

Freddy: Vielen Dank, liebe Sabrina. Und auch dir noch einmal ganz herzlichen Dank dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, „Stille Saiten“ so aufmerksam zu lesen und dich so intensiv mit der Geschichte zu beschäftigen.

Gerade Rückmeldungen von Leserinnen und Lesern sind für mich sehr wertvoll – sowohl die Begeisterung als auch die Stellen, an denen Fragen entstehen. Genau davon lebt ein Buch schließlich auch nach seiner Veröffentlichung weiter.

#Autorenvorstellung  

#Buchvorstellung 

#StilleSaiten 

 

(Foto: Frau Steinmann-Plücker, Tamplate mit CanvaPro bearbeitet)


20 Juli 2026

Buchvorstellung Axt & Krone- Die Saxonen-Saga Band 1 von Claudius Crönert


 



#ᴡᴇʀʙᴜɴɢ
#Buchvorstellung

Grüßt euch Ihr Lieben, Ende Julie wird es wieder etwas neues von Claudius Crönert geben! Dieses mal bringt er einen Historischen Roman im Selfpublishing heraus, und es wird um den saxonischen Häuptling Widukind und den Kampf seines Stammes gegen die wesentlich stärkeren benachbarten und christlichen Franken gehen. Ein sehr spannender geschichtlicher Hintergrund, wie ich finde! Tatsächlich wird diese umfangreiche, 3 Bändige Reihe zunächst bei Amazon veröffentlicht werden. Das E-Book könnt ihr sogar bereits zu einem super Preis vorbestellen! Schaut doch einfach mal dort vorbei. Das Taschenbuch wird dann im August zu erwerben sein.

Und darum wird es in Axt & Krone gehen:

Das Land zwischen Weser und Elbe im Jahr 772: Die christlichen Franken bedrängen die dort lebenden Saxonen. Mehr und mehr wird der junge Widukind zum Anführer seines bedrohten Volkes. Doch die saxonischen Stämme sind uneinig, wie sie dem Aggressor begegnen sollen. Kann Widukind jenen Zusammenhalt herstellen, der notwendig ist, um das Überleben und die Freiheit seines Volkes zu sichern? - Der erste Band einer dreiteiligen Serie!

Wie sieht es aus? Mögt ihr Historische Romane, spricht euch dieser Teil der Geschichte an?

#Neuerscheinung
#HistorischerRoman
#DieSaxonenSaga
#AxtundKrone

(Quelle Cover: Claudius Crönert, bearbeitet mit Canva Pro, Pageoverley Werbung: #Bookstagram Magazin)

17 Juli 2026

Buchbesprechung zu Implex World von Niels-Johannes Günther


 



#Rezension

#Werbung   

Im Mai dieses Jahres veröffentlichte Niels-Johannes Günther im Self-Publishing IMPLEX WORLD. Sein Science-Fiction-Thriller malt ein erschreckendes Bild einer komplett überwachten und ferngesteuerten Gesellschaft.

Als Setting finden wir eine zerstörte und wiederaufgebaute Version unserer Erde. Die meisten Menschen leben in, hunderte Meter über der Erdoberfläche schwebenden, „Habitaten“. Wohnblocks, die kleine Städte bilden, alle gleich aufgeteilt und austauschbar. Die Bewohner werden über kleine Geräte am Kopf, den Implexen, gesteuert, Emotionen werden unterdrückt, es gibt keine Streitereien und Kriege innerhalb dieser modernen Lebensräume.

Doch die kleinen Computer müssen irgendwo gebaut, die Rohstoffe geschürft werden. Und so arbeitet die ärmere Bevölkerung, Sklaven gleich, in Minen und riesigen Fabriken, lebt in Slums und soll noch dankbar dafür sein.

 

Wir lernen John und Bahiya kennen, beide lehnen sich, wenn auch zunächst aus unterschiedlichen Gründen, gegen das System aus Überwachung und emotionaler Betäubung, auf. Die erste Begegnung ist Zufall, doch sie verändert ihr Leben.

Während John nur an den Implexen und iPlexen herumschraubt, um Emotionen während der Computer-Spiele, welche den Menschen die Geräte einspielen, wieder fühlbar zu machen, hat sich Bahiya für den Untergrund entschieden. Sie ist Attentäterin und versucht dem System empfindliche Schäden zuzufügen. Durch ihren Zusammenstoß geraten beide ins Visier des skrupellosen Überwachungsapparates und es beginnt eine Spirale aus Katz-und-Maus-Spiel, Gewalt, Zerstörung und Tod. Und immer wieder scheint der Geheimdienst ihnen direkt im Nacken zu sitzen oder sogar einen Schritt voraus zu sein.

 

Niels-Johannes Günther zeigt in seinem Thriller sehr eindrücklich auf, wohin Überwachung, Ausbeutung und Manipulation des Denkens und Fühlens durch eine höhere Instanz, sei es die Regierung oder seien es die Reichen und Mächtigen, führen kann. Wir werden in Chaos, Gewalt und brutale Kriege geschmissen. Und trotzdem können wir uns einer gewissen Faszination für all das, was vielleicht machbar wäre, nicht entziehen.

Der Stil des Autors ist detailreich, dicht und rasant, lässt uns als LeserInnen das Buch nicht mehr aus den Händen legen, trotz der erschütternden und teils sehr brutalen Ereignisse, welche wir beim Lesen durchleben.

Und am Ende lässt es uns wünschen, es möge nie so weit kommen! 

Bewertung ⭐⭐⭐⭐⭐


 #SciFiThriller  

#IMPLEXWORLD 

#Selfpublishing 


Interview mit Niels-Johannes Günther zu Implex World


 



Grüßt euch ihr Lieben, heute habe ich Niels-Johannes Günther zu Gast. Er hat vor Kurzem im Self-Publishing „Implex World“, einen dystopischen Thriller, veröffentlicht. Heute darf ich ihm dazu einige Fragen stellen.

 

Swapnix: Hallo Niels-Johannes, wie hättest du es gern? Doppelnamen oder nur Niels? Schön, dass du da bist, bitte stell dich doch den Lesenden vor. Wer bist du und wie viele und was machst du, wenn du nicht schreibst?

Niels: Niels reicht völlig :-) Ich bin ein Schriftsteller aus Stuttgart. Es fasziniert mich einfach, über die Welt und Themen, die mich bewegen, nachzudenken und sie dann in packende Geschichten zu verwandeln.

Wenn ich nicht schreibe, bin ich gerne in der Natur, treffe mich mit Freunden oder der Familie, verreise, lese oder schaue Filme.

 

Swapnix: Seit wann schreibst du, in welchem Genre und für wen?

Niels: Ich schreibe seit der dritten Klasse, mit anfänglich eher kläglichen Schreibversuchen. Es gibt von mir den Gedichtband „Worte herzgemacht“ und einen Kinder-/Jugendroman „Die Schatzfänger“. Beide im Verlag edition federleicht erschienen. Im Mai 2026 ist mein erster Roman für Erwachsene erschienen: „Implex World“. Darin nehme ich die Lesenden mit auf die Erde im Jahr 2088 und eine actionreiche Suche, beziehungsweise Flucht vor dem Staat.

 

Swapnix: Wie kam die Erweiterung deines Schreibens hin zu einem dystopischen Thriller zu Stande? Was hat dich dazu inspiriert?

Niels: Implex World ist ein Kind der Corona-Zeit. Etwas Düsteres schien mir in der Zeit passend. Doch es ist dort ab und zu auch sehr ausschweifende Lebensfreude vorhanden, etwas, was uns allen in der Quarantäne ja nicht vergönnt war. Die Geschichte geht aber auf eine Idee zurück, die schon 20 Jahre zurückliegt und an der ich immer mal wieder vorbereitend geschrieben hatte (erst als ein originäres Drehbuch). Der Roman Implex World ist ein Scifi-Action-Thriller. Man kann ihn auch als Cyberpunk bezeichnen. Für mich ist es aber einfach die Geschichte des Kleinkriminellen John, der sich Nacht für Nacht Cybergames ins Gehirn reinlädt und aufwachen muss. Er hat noch nie gelebt und muss überhaupt erstmal ins echte Leben reinfinden. Die weibliche

Hauptfigur ist die toughe Kenianerin Bahiya, die der Sklaverei ihrer Kindheit entkommen ist und nun als Illegale und Terroristin in der United World lebt. Sie hat in ihrem Leben noch nie geliebt. Was ist ein Leben ohne die Liebe?

Wie kam ich zu dem Genre? Ich mag einfach Sciencefiction: Star Wars, Star Trek, all die vielen Scifi-Filme: Klassiker wie „Metropolis“, „1984“ und so weiter, oder moderne Filme wie „Matrix“ oder „Inception“… Das ist einfach mein Genre. Ich wollte schon seit meiner Kindheit einmal selbst Sciencefiction schreiben.

 

Swapnix: Worum geht es grob in „Implex World“ und gibt es etwas, was du mit diesem Buch transportieren möchtest (worauf du aufmerksam machen willst)?

Niels: Nachdem Johns Implex ausgefallen ist (das ist ein Implantat am Kopf, mit dem jeder Mensch sich Cybergames direkt ins Gehirn reinladen kann), beginnt er die heile Welt, in der er lebt, zu hinterfragen. Eher zufällig stößt er auf die Terroristin Bahiya und sie müssen notgedrungen gemeinsame Sache machen. Sie suchen die ominöse Widerstandsbewegung, die sich irgendwo in den verseuchten Südterritorien versteckt halten soll. Dabei werden sie gnadenlos gejagt von Raimond, dem Geheimdienst-Chef, dem jedes Mittel recht ist, um die Ordnung aufrechtzuerhalten. Außerdem gibt es da noch Salvador Cerúca, den Schöpfer des Implexes, ein mächtiger Tech-Mogul, der seine ganz eigenen großen Pläne für die Welt hat… Und dann geht die Handlung erst richtig los.

Ich möchte mit dem Buch auf zahlreiche aktuelle Themen aufmerksam machen: Mächtige Tech-Konzerne: Wie sehr beherrschen sie uns? Der Überwachungs-Staat, in den auch heutige Demokratien abzudriften drohen. Das globale Nord-Süd-Gefälle, (auch) durch die europäische Kolonialzeit. Ganz besonders aber die weltweite Sklaverei, die heute immer noch existiert.

 

Swapnix: Warst du dir während deiner Recherchen im Klaren darüber, dass es noch immer, auch hier, Menschen gibt, die ein Sklaven-Dasein fristen? Und könntest du ein Beispiel dafür geben?

Niels: Ja. Kevin Bales hat heutige Sklaverei schon im Jahr 2001 für die UN untersucht und es als Buch „Die neue Sklaverei“ veröffentlicht. Ich habe das für meine Recherche vor dem Schreiben (2020) gelesen. Er gibt dabei so grausame, reale Beispiele: Ein Mädchen (12 oder 14 Jahre), das in Thailand von seinen eigenen Eltern in ein Bordell verkauft wird, aus großer finanzieller Not heraus, und das Nacht für Nacht bis zu 20 oder gar 30 Männern für Sex zur Verfügung stehen muss…

Männer, die tief im Regenwald in Brasilien an mehrere Hundert Grad heißen Hochöfen Tag für Tag aus Holz Kohle herstellen müssen, als Zwangsarbeiter. Kohle, die wir hier kaufen, um unseren Grill anzuschmeißen.

Mauretanien, in dem die Sklaverei völlig offen gelebt wird: Sklavenhalter, die mit ihren Sklavinnen einfach so auf der Straße laufen. Die Versklavten sind dort zu 90 % Frauen und Kinder. Der Global Slavery Index spricht von 150 000 Sklaven dort, Menschrechts-Organisationen von fast einer Million.

Das Schlimme ist, das wir die Augen vor der modernen Sklaverei verschließen und sie (in unseren Köpfen) für „beendet“ erklärt haben (nach dem Altertum oder dem transatlantischen Sklavenhandel). Fakt ist, Sklaverei ist heute Realität für 50 Millionen Menschen auf der Erde: Zwangsprostitution, Zwangsarbeit, Leibeigenschaft, Zwangsehe… Das ist mehr als jemals in der Menschheitsgeschichte!

 

Swapnix: Wo gibt es heute aktuell denn die meisten versklavten Menschen, in welchen Ländern?

Niels: Die meisten Sklavinnen und Sklaven gibt es heute in Nordkorea, neben Mauretanien in Eritrea, doch auch in vielen Ländern des Mittleren Ostens (dort gibt es die höchste Sklaven-Dichte pro Bevölkerung), doch auch Länder, die man nicht damit verbindet: die Türkei (1,3 Mio. Sklaven laut ILO) oder Russland (1,8 Mio.), außerdem Tadschikistan und Afghanistan. Hinzukommen die großen Schwellenländer wie China (geschätzt 5 Mio.) und Indien (11 Mio.).

Doch auch in Europa, in den USA, schlicht in allen Ländern der Erde, gibt es Fälle von Sklaverei. Und: Gerade hier im wohlhabenden Westen kaufen wir Produkte (Kaffee, Schokolade, Kleidung usw.), die auch von Sklaven produziert werden. Als Konsumenten haben wir eine Mitverantwortung.

Und besonders erschreckend ist, dass nach ILO die Zahl der weltweit versklavten Menschen von 2016 bis 2021 (in nur 5 Jahren) um 10 Millionen Menschen gestiegen ist!

Es ist wichtig, dass wir uns der Sklaverei wieder bewusst sind, dass wir uns informieren, vernetzen und über Menschenrechtsorganisationen engagieren.

 

Swapnix: Zurück zu deinem Roman. Dort findet die Kontrolle technologisch statt. Glaubst du, es wird tatsächlich in eher näherer Zukunft möglich sein, dass wir Menschen über kleine Geräte dermaßen manipulieren können?

Niels: Heute ist das noch Sciencefiction. Ich hoffe nicht. Aber Ansätze für Gehirn-Computer-Schnittstellen gibt es bereits. Neuralink von Elon Musk entwickelt eine BCI, ein Implantat im Gehirn, mit dem der Nutzer gelähmte Körperregionen wieder steuern kann. Ich denke, im Bereich von Gehirn-Schnittstellen oder Implantaten wird sich in den nächsten 10 Jahren viel tun. Und bis zum Romangeschehen von „Implex World“ sind es ja noch 60 Jahre…

Die technologische Entwicklung geht immer schneller, das Handy war in den Neunzigerjahren noch ein Knochen, heute sind unsere Smartphones tragbare Mini-Computer, die uns als externes Gedächtnis oder Spielekonsole dienen. Wie abhängig sind wir davon schon heute? Und wenn sich unsere Handys eines Tages in Implexe verwandeln, die wir an unser Gehirn anschließen können, würden wir es tun?

 

Swapnix: Wird die Möglichkeit bestehen, dich auf Messen/Events zu treffen bzw. lesen zu hören?

Niels: Im Herbst 2026 wird es in Stuttgart „im Kiosk“ eine große Lesung geben. Der Kiosk ist ein kleiner, non-kommerzieller Veranstaltungsort für Kunst/Kultur/Austausch im Stuttgarter Westen.

Für nächstes Jahr plane ich mit meinem Roman „Implex World“ einen Messestand auf der noch relativ neuen Stuttgarter Buchmesse (bislang in der Schwabenlandhalle in Fellbach).

Für alle anderen: Schaut auf meinem Insta-Account, auf TikTok oder YouTube vorbei, da gibt es regelmäßig Videos und Fotos rund ums Schreiben und über meine Romane :-)

 

Swapnix: Nun bin ich natürlich neugierig, hast du schon ein neues Projekt, an welchem du schreibst, und wird es für jugendliche oder erwachsene LeserInnen sein?

Niels: Ich denke, jeder Schriftsteller hat immer irgendein oder auch mehrere Projekte. Aber es ist zum fertigen Buch oft ein weiter und steiniger Weg. Lange werden nur Ideen gesammelt oder es wird nur über Themen recherchiert, die reinkommen sollen. Jeder Roman ist immer ein Wagnis. Man weiß nie, ob man da auch am Ziel ankommt. Deshalb kann ich nicht über Dinge reden, die noch nicht fertig sind.

So viel sei aber schon verraten: Es gibt ein Projekt für Erwachsene, Sciencefiction, mehr Richtung Fantasy, das schon in der ersten Fassung fertig ist, erscheinen wird es aber erst 2028. Für nächstes Jahr sind als Veröffentlichungen erstmal noch das E-Book und auch das Hörbuch von „Implex World“ geplant. Im Herbst dieses Jahres möchte ich außerdem einen Romanschreib-Kurs aufbauen. Also vieles, auf das man sich freuen kann!

 

Swapnix: Lieber Niels, ich danke dir für dieses spannende Interview und wünsche „Implex World“ noch sehr viele begeisterte LeserInnen!

Niels: Tausend Dank! Ich hoffe, ich konnte deine FollowerInnen unterhalten und ihnen spannende Einblicke geben.

 

#Autorenvorstellung

#Buchvorstellung

#implexworld

#Selfpublishing



(Quelle Foto: Niels-Johannes Günther, bearbeitet mit Canva Pro)

 


28 Juni 2026

Interview mit Michael Tschieda


 

 

 

Grüßt euch, ihr Lieben! Heute habe ich mal wieder Michael Tschida zu Gast, denn der zweite Teil seiner überarbeiteten Dilogie, „Das Geheimnis des Windes: Erkenntnis“, erscheint heute.

Swapnix: Hallo Michael, schön, dass du mich mal wieder besuchst. Bitte stell dich doch noch einmal kurz vor, für diejenigen, die dich noch nicht kennen. Wer bist du und was machst du, wenn du nicht schreibst?

Michael: Hallo Sabrina, vielen Dank für die Einladung! Das Schreiben ist schon lange meine Leidenschaft. Außerdem arbeite ich seit ca. fünfzehn Jahren als Model und Schauspieler. Ich liebe Edelsteine und betreibe deshalb zusätzlich einen Online-Handel mit Edelstein-Schmuck und Mineralien. Weil damit noch nicht jedes Interesse von mir abgedeckt ist, bin ich auch als Physiotherapeut tätig. Privat liebe ich die Natur, Tiere und Fitnesstraining.

Swapnix: Worum geht es in „Das Geheimnis des Windes“? Was macht die Dilogie besonders?

Michael: In der Saga geht es um verborgene Wahrheiten aus früheren Leben. Auf der Suche nach seiner ewigen Liebe entdeckt der Protagonist Leo Geheimnisse, die bis in die heutige Zeit reichen und überaus gefährlich sind. Im ersten Teil muss er sein Erwachen verarbeiten und sich den tödlichen Konsequenzen stellen. Im zweiten erhält er die Möglichkeit, vergangene Fehler zu korrigieren. Doch es lauert auch hier eine Erkenntnis, die alles Bisherige infrage stellt.

Ich habe mich beim Schreiben der Dilogie bewusst nicht auf die Charakteristika eines einzigen Genres beschränkt, sondern Urban Fantasy mit Elementen eines Mystery-Thrillers kombiniert. Außerdem gibt es sowohl romantische und leicht poetische Zeilen als auch spannende Kampfszenen. Dadurch ist der Plot unvorhersehbar und trifft hoffentlich nicht nur meinen persönlichen Geschmack, sondern auch den der Leser.

Swapnix: Stell uns doch bitte kurz die Hauptcharaktere vor. Was sind ihre wichtigsten Eigenschaften und Ziele?

Michael: Beginnen möchte ich mit Freya, meiner Lieblingsfigur. Sie ist die Liebste des germanischen Kriegers, der Leo einst war. Freya ist stark, leidenschaftlich und mutig. Sie ist Frau und Kriegerin zugleich und spielt tatsächlich vor allem im zweiten Teil eine bedeutende Rolle.

Daneben gibt es natürlich die Hauptfigur Leo, der in seine früheren Leben reist und dadurch immer mehr zu sich selbst und zu seiner Bestimmung findet. Leo ist zu Beginn sozial etwas isoliert und fühlt sich in der modernen Welt nicht wohl. Seine Wandlung zu seinem wahren Ich erfolgt nicht ohne Schwierigkeiten.

Sein Erzfeind, der oberste Adler, will unter allen Umständen verhindern, dass das geheime Wissen, das er und seine Bruderschaft über Jahrtausende gehütet haben, an die Öffentlichkeit gerät. Dazu schreckt er weder vor Drohungen und Gewalt noch vor Folter und Mord zurück.

Besonders erwähnen möchte ich noch Leos besten Freund Marc. Er mag für den einen oder anderen Lacher sorgen – freiwillig und unfreiwillig – und trotzdem ist er entscheidend für den Verlauf der Geschichte.

Swapnix: Wie kam es, dass du die Reihe überarbeitet und neu veröffentlicht hast? Was hast du jetzt geändert?

Michael: Der erste Teil „Das Geheimnis des Windes: Erwachen“ ist bereits 2020 bei einem Verlag erschienen. Allerdings war ich mit der Zusammenarbeit nicht zufrieden. Nachdem ich die Rechte zurückerwerben konnte, wollte ich meinen eigenen Weg gehen und als freier Autor publizieren. Dafür habe ich den Text etwas überarbeitet und ein neues Cover erstellen lassen. Die Geschichte blieb von der Überarbeitung natürlich unberührt.

Swapnix: Für wen sind die Bücher geschrieben, welche Vorlieben sollten die Leser mitbringen?

Michael: Die bisherigen Leser fanden, dass Geschichte und Schreibstil für Jung und Alt ansprechend sind. Es gibt Mystik, Verschwörung, Romantik und Spannung – und das über verschiedene Epochen der Erdgeschichte hinweg.

Swapnix: Abschließend wüsste ich natürlich gern, ob du schon an einem neuen Projekt arbeitest und ob du uns schon etwas verraten kannst oder möchtest.

Michael: Im Gegensatz zum ersten Teil besitzt der zweite Teil von „Das Geheimnis des Windes“ ein abschließendes Ende. Dennoch kann es gut sein, dass wir Leo und seinen Gefährten noch einmal begegnen werden. Die Vorarbeiten dazu sind jedenfalls gemacht …

Swapnix: Lieber Michael, ich bedanke mich für deinen Besuch und das spannende Gespräch und wünsche deiner Dilogie viele begeisterte Leser!

Michael: Vielen herzlichen Dank. Ich wünsche dir nur das Beste und allen Lesern viel Freude mit den Geheimnissen des Windes!



#Autorenvorstellung    
#Buchvorstellung    
#DasGeheimnisdesWindes   

(Quelle Autorenfoto: Oliver Thom) 

19 Juni 2026

Reihenvorstellung Der Pfad des Magiers von Horus W. Odenthal


 



Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ 

Nach dem ihr ja gestern unheimlich viel über Horus W. Odenthal erfahren habt, möchte ich euch heute die Reihe Der Pfad des Magier vorstellen.

Band 1, das Kind der Vorsehung

Hier lernen wir Amara kennen, ein Kind welches sich am liebsten allein in den Wäldern rund um ihr Heimatdorf Svelte herumtreibt. Sie hat ein Gespür für das Magische, kennt Orte an die sich andere Bewohner ihres Dorfes nicht hin trauen.

Sie ist Einzelgängerin, gilt als seltsam und hat viele Hänseleien bis hin zu Verfolgung  durch die Jungen ihres Dorfes zu erleiden.

Der einzige Freund den sie hat, und der ihr sogar eine Lehrstelle anbietet, ist Ginster, der Schmied von Svelte. Gerade als sie glaubt, es könne für sie alles noch gut werden, und sie könne ihrem schrecklichen Elternhaus entfliehen, kommen Fremde in das Dorf.

Es sind Magier des Einen Weges und durch Amaras Neugier, werden sie auf sie aufmerksam und testen ihre magische Begabung.

Dann überschlagen sich die Ereignisse, Svelte wird von Der Kutte, einem gefürchteten Geheimbund, und erbitterter Feind des Einen Weges, angegriffen.

 

Schlussendlich gelangt sie in die Ausbildungsstätte der Magier des Einen Weges, doch auch dort ist sie die Außenseiterin und muss sich immer wieder beweisen und behaupten.

Dieser erste Band ist ein wunderbarer Einstig in die Welt Ninragon, denn wir lernen sie und ihre Besonderheiten, durch die Augen des ahnungslosen Hexenmädchens Amara kennen. Aufgewachsen ohne großartig Bildung, weiß sie wenig über die Welt, die Gegebenheiten und Magie. Gemeinsam mit ihr lernen wir Magie zu wirken, lernen wir die „Geisterräume“ in der die Magie wirkt, und die verschiedenen Völker der Welt kennen.

Wir begegnen weiteren wichtigen Protagonisten des Zyklus, die teils zu Amaras Freunden, teils zu ihren erbitterten Gegnern, werden.

Lange macht Amara eine rein Schulische Entwicklung durch, doch sie bleibt vorerst das naive Hexenkind, denkt in Schwarz-Weißmustern, da sie diese von Malamnor, dem Schulleiter und ihrem Mentor indoktriniert bekommt.

Nur allmählich merkt sie, dass da Etwas nicht schlüssig ist in ihren Lehren, und manches nicht mit rechten Dingen zu geht.

Der Autor schildert subtile die Inneren Konflikte Amaras, und wir lesenden können und wollen lange, genau wie sie, nicht glauben, das etwas an den Lehren des Einen Weges nicht so „Gut“ ist wie es immer da gestellt wird.

Auch Amaras Freunde lässt Horus W. Odenthal eine Entwicklung durchmachen, je enger sie mit ihr befreundet ist.

 

Im verlauf der Bände lernen wir immer mehr Bereiche und politische Zusammenhänge Ninragons kenne, wir flüchten mit den Freunden aus der Nebelfeste, geraten in Kämpfe, zwischen die Fronten und werden von Gelion, Amaras größtem Konkurrenten und dessen elfischen Begleitern, verfolgt. 

Es kommt zu Verlusten aber auch neuen Verbündeten, und Amara muss lernen, dass sie nicht immer ihren eigenen Gefühlen trauen kann , und vor allem auch zu vertrauen.

 

Dabei ist die Reihe sehr dicht , mit vielen spannenden und überraschenden Plot-Twists sowie einigen gemeinen Cliffhanger geschrieben, so dass ich immer direkt zum nächsten Band greifen musste. Schließlich wollte ich sehr dringend wissen, wie es mit Amara und ihren Gefährten weiter geht. Die Bücher wurden tatsächlich immer dicker, so dass ich von Anfang Mai bis Mitte Juni 5241 Seiten durchsuchtete.

Die Charaktere werden mit den Büchern immer deutlicher und ausgereifter, ( und auch unsympathischer was die Antagonisten angeht) je mehr wir sie beim lesen kennenlernen.  Sie bleiben sich und ihren Überzeugungen treu, auch wenn die ein oder Andere neu dazu kommt.

 

Toll finde ich persönlich auch, dass es eine Karte der Welt Ninragon gibt, denn die Reise von Amara und ihren Gefährten führt sie doch ganz schön herum, und so verliert man nicht den Überblick.

Zu Beginn eines Jeden Buches, finden wir ein Glossar, mit den wichtigsten Personen und Begriffen der Bücher so wie ein Link zu „Was bisher geschah“ welcher einen an das Ende des Buches führt. So kann ich mich selbst entscheiden, benötige ich eine Zusammenfassung oder will ich direkt weiterlesen.

 

Diese Reihe gehört definitiv zu meinen Lesehighlights dieses Jahres und ist eine der besten Reihen,die ich je gelesen habe!


30 April 2026

Happy Releaseday IMPLEX WORLD von Niels Johannes Günther


 

 
Herzlichen Glückwunsch an @niels_johannes_guenther zur Veröffentlichung seines ersten Buches für Erwachsene Lesende! Heute erscheint IMPLEX World, ein Cyper-Punk Triller , welcher im Selfpublishing erscheint.
Niels-Johannes Günther lernte ich durch die @edition_federleicht kennen, wir trafen uns das erste Mal auf dem Sommerfest vor 2 Jahren. Dort erstand ich dann auch eine signierte Auskabe seines Kinder/Jugendbuches, welches Linuns und ich sehr zügig verschlangen.
Nun bin ich sher gespannt auf dieses neue Buch, welches ich alleine lesen und sicher wieder verschlingen werde. Das Cover wurde von @lauranewman.design erstellt.
Und darum geht es:
Die Erde im Jahr 2088: Jeder Mensch trägt am Kopf ein kleines, ovales Implex. Es ist Handy, Computer und Spielekonsole in einem. Auch John Thompson lebt in der United World ein behütetes Leben in einem der schwebenden Habitate. Er verdingt sich als Kleinkrimineller und lädt sich Nacht für Nacht Cybergames ins Gehirn. Eines Tages fällt sein Implex jedoch aus und er beginnt nachzudenken: Was ist das für eine Welt, in der er lebt? Und was der Preis für seine Sorglosigkeit? Lange kann er jedoch nicht darüber grübeln. Als er über die Terroristin Bahiya stolpert, geraten sie beide ins Visier eines mächtigen Staates. Und John bleibt nichts anderes übrig, als mit ihr gemeinsame Sache zu machen…
Eine erschütternde Zukunftsvision mit packender Action.
Beklemmend aktuell.
Und wäre das was für euch? Ich finde der Roman behandelt ein sehr spannendes Thema.
 
 
(Quelle Foto: Niels Johanes Günther, bearbeitet mit CanvaPro)  

22 April 2026

Buchvorstellung TICK MICH DOCH von Tanja Lieberman


 

 
 
 

Nach dem ich euch die Autorin Tanja Lieberman in einem Interview so ausführlich vorgestellt habe möchte ich euch noch kurz schreiben, worum es in ihrem Buch Tick Mich Doch geht:

Manchmal ist das Leben ein einziges Tourette – chaotisch, laut und unkontrollierbar.

Simon nennt das Tourette-Syndrom seine goldene $#!T!-Karte. Es begleitet ihn seit seiner Kindheit, und an der Uni macht es ihn zur Zielscheibe für bitteren Spott. Nur sein bester Freund Marco steht immer hinter ihm. Zum Glück. Denn als Lovisa in sein Leben stolpert, gerät alles aus dem Gleichgewicht – auf die schönstmögliche Art. Sie sieht mehr in ihm als nur seine Tics. Sie sieht ihn.
Zum ersten Mal glaubt Simon daran, liebenswert zu sein.
Doch auf einmal taucht seine Mutter wieder auf, die Frau, die ihn wegen seiner Tics verlassen hat. In Simon tobt ein Sturm. Alte Wunden brechen auf. Neue Zweifel nagen. Und plötzlich steht alles auf dem Spiel: seine Liebe, sein Selbstwert und seine Zukunft.

Ein ehrlicher, berührender Roman über Anderssein, Freundschaft und die große Liebe.

Ich hatte das Glück, das Buch bei @whoireallyam_katjaswelt zu gewinnen und bin schon sehr gespannt auf die Lektüre.
 

(Quelle Foto: Sabrina Siebert, Quelle Klappentext: @tick.mich.doch)

Interview mit Tanja Lieberman zu ihrem Buch Tick mich doch


 

 

 


 

Grüßt euch, heute möchte ich euch gern Tanja Lieberman und ihr Buch Tick mich doch vorstellen. Sie war so nett mir Rede und Antwort zu stehen und heraus kam ein spannendes Interview.

 

Swapnix: Grüß dich Tanja, bitte stell dich kurz einmal vor, wer bist du und was tust du, wenn du nicht schreibst?

Tanja: Ein herzliches „Grüß Gott“ in die Runde und vielen Dank, dass ich mich hier vorstellen darf. Ich bin Tanja. Was ich mag: Wald, Berge, Meer, Schokolade und Blumen.  Was ich nicht mag: Respektlosigkeit, Streit, Ungerechtigkeit, Ausgrenzung, Pilze und Kochen. Ich bin Vielleserin und seit geraumer Zeit leider wenig-schreibende Autorin, da ich mich aus einer Krankheit kämpfe. Ereignisse, die mich beschäftigen, halte ich in Stichpunkten fest und nicht selten wird eine Geschichte daraus.

 

Swapnix: Worum geht es in deinem Buch ?

Tanja: Das Hauptthema ist das Tourette-Syndrom, mit dem mein Protagonist Simon klarkommen muss, dem der sich ausgeliefert fühlt und gegen das täglich ankämpft. Eine tragende Rolle spielt auch die Freundschaft zu Marco, der mit großer Selbstverständlichkeit immer zu Simon hält. Sowie die Beziehung zu seinem liebe- und verständnisvollen Vater. Trotzdem verliert er sich in Selbstzweifeln. Bis die Liebe zu Lovisa, viel in Simon verändert. Lovisa reduziert ihn nicht auf seine Tics, sondern nimmt ihn mit allem, was ihn ausmacht. Ihre Liebe ist wie ein Licht, das sich langsam ausbreitet.
Ich würde „Tick mich doch“ nicht Entwicklungsdrama nennen, wenn nicht eine fette Tragödie Simons gerade gewonnenes Selbstbewusstsein und seine Liebe zu zerstören droht.

 

Swapnix: Warum war es dir ein Anliegen, es zu schreiben?

Tanja: Wahrscheinlich wollte ich mir einerseits von der Seele schreiben, was ich im Laufe der Jahre mit Menschen mit Tourette erlebt habe. Auf der anderen Seite ist es mir eine Herzenssache, über das Tourette-Syndrom zu informieren und damit meinen Teil zum Verständnis für Tic-Erkrankungen beizutragen. Dazu habe ich mich für eine fiktive Geschichte entschieden, in die ich viele Fakten eingebaut habe.

 

Swapnix: Wie hast du für das Buch recherchiert? Hast du Menschen mit Tourette-Syndrom in deinem Familien- und Freundeskreis? 

Tanja: Es gibt einen Menschen im näheren Umfeld, der mit Tourette lebt und die Recherche zog sich über viele Jahre. Für meinen Roman habe ich über ein paar Fakten nachrecherchiert. Die Beschreibung der Tics beruht hauptsächlich auf Beobachtungen, ein paar habe ich aus dramaturgischen Gründen erfunden.

 

Swapnix: wie ging es dir dabei, als Du Simons Geschichte und Symptome schriebst?

Tanja: Natürlich sind viele Gefühle und Erinnerungen hochgekommen und es war ein sehr intensiver Schreibprozess. Überwiegend hat es mir aber Spaß gemacht, eine Figur zu entwickeln, die ich auf eine klassische Heldenreise schicken konnte. Da ich bewusst keinen Erfahrungsbericht, sondern einen Roman geschrieben habe, konnte ich mich meist in meiner Fantasie verlieren.

 

Swapnix: Hattest du eine spezielle Intention beim Schreiben und Veröffentlichen des Buches?

Tanja: Am Anfang war die Idee, ein Buch über Tourette zu schreiben. Als ich begann, die Storyline und erste Kapitel zu entwerfen, wuchs in mir ein mächtiger Drang mit der Geschichte nicht „nur“ unterhalten. Ich dachte, je mehr Menschen ich erreiche, desto mehr kann ich für das Thema sensibilisieren und hoffentlich dazu beitragen, ein paar Betroffenen das Leben in der Gesellschaft zu erleichtern.

 

Swapnix: Gibt es aus deiner Erfahrung heraus etwas, wie wir Betroffene unterstützen können?

Tanja: Ja, auf jeden Fall. Wenn ihr einmal einem Menschen mit Tics begegnet, fände ich es freundlich, das Gespräch mit ihm zu suchen, anstatt ihn anzustarren, über ihn zu lachen oder ihn gar zu beschimpfen. Es gibt auch verschiedene Vereine, die ihr mit einer Mitgliedschaft unterstützen könnt.

 

Swapnix: Wird es die Möglichkeit geben, dich einmal zu Treffen oder Lesen zu hören? Wo und wann wäre das?

Tanja: Leider kann ich noch keine Lesungen oder eine Teilnahme an Messen planen, da ich erst gesundheitlich wieder auf die Beine kommen muss. Aber ich hoffe, dass ich in absehbarer Zeit wieder dazu in der Lage sein werde.

 

Swapnix: Und schlussendlich wüsste ich gern, ob du mittlerweile an deinem nächsten Projekt arbeitest und wenn ja, worum wird es da gehen?

Tanja: Momentan überarbeite ich ein paar Kurzgeschichten. Ich habe zwar eine grobe Skizze für einen neuen Roman im Kopf, jedoch noch nichts Spruchreifes.

 

Swapnix: Liebe Tanja, ich danke dir für das spannende Gespräch und wünsche dir und deinem Buch viele begeisterte Lesende.

 

 

(Quelle Foto: Tanka Lieberman)