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18 August 2021

Interview mit Duncan McGregor

Grüßt euch ihr Lieben, heute treffe ich mich mit einem Luftschiffpiraten zum Interview, wie sollte es auch anders sein, auf seinem Luftschiff, der Ironside.

Duncan McGregor ist 45 Jahre alt und entstammt dem verbotenen Clan der McGregors und ist der Kapitän der Ironside. Man munkelt, dass er der Kopf der englischen Rebellion sein soll, so langsam frage ich mich wirklich, was mich geritten hat, herzukommen!

Doch hier stehe ich, flankiert von zwei seiner Besatzungsmitglieder, alles Halsabschneider, diverse gescheiterte Existenzen und patriotische Rebellen.

Jetzt bewegt er seine massige Gestalt auf mich zu. Er trägt einen ordentlich gezwirbelten, sehr gepflegten roten Vollbart. McGregor soll sehr gewitzt sein und so schafft er es immer wieder, nach den Überfällen, sich seinen Häschern zu entziehen.

Puh, noch einmal tief durchatmen, und dann Augen zu und durch!

 

Swapnix: (leckt sich nervös über die Lippen) Ich grüße Sie, Mr McGregor, danke, dass sie sich zu diesem Interview bereit erklären.

Was genau entwenden sie, wenn sie die Häuser der französischen Besatzer überfallen?

 

McGregor: Nun, meine liebe Mrs Swapnix, wir sind keine Barbaren. Wir überfallen die Anwesen der Feinde Britanniens, um uns die Dinge zurückzuholen, die man uns gestohlen hat. Die man dem britischen Volk gestohlen hat. Das kann Schmuck sein oder Geld, aber auch Öl, Ersatzteile für unsere Maschinen, Dinge des alltäglichen Lebens oder Lebensmittel. Und wenn es sich vermeiden lässt, wird selbstverständlich niemand verletzt.

 

Swapnix: Und was wollen Sie mit all diesen Sachen? Erpressen Sie die Besitzer oder haben Sie gar Größeres damit vor?

 

McGregor: Natürlich kenne ich die Geschichten und Gerüchte über mich und meine Mannschaft. Einige davon habe ich selbst gestreut. Sie müssen wissen, nichts zermürbt den Feind besser als ein schrecklicher Ruf. Natürlich kann es vorkommen, dass wir „Gäste“ mit an Bord bringen. Dafür werden wir dann mit entsprechenden Bezahlungen entlohnt. Ein ganz alltägliches Geschäft.
Was wir mit diesen Sachen tun? Wir brauchen sie und zwar jede Menge davon. Ein Freiheitskampf finanziert sich nicht allein vom guten Willen. Ich habe jede Menge hungriger Mäuler satt zu machen. Das verstehen Sie sicher.

 

 

Swapnix: (wird langsam mutiger) Stimmt es, dass sie allesamt Rebellen sind? Was passt ihnen nicht an den Besatzern?

 

McGregor: Da sollen mich doch die Würmer fressen! Rebellen … was für ein schändlicher Name. So bezeichnen uns die französischen Besatzer gern, die Handlanger dieses kleinen, überheblichen Kaisers. Aber das sind wir nicht. Wir sind Freiheitskämpfer, treue Diener unseres rechtmäßigen Königs George IV. Ihm gehört der Thron von Britannien, nicht diesem Napoleon. Er verspricht große Dinge, dieser Kaiser. Gleiche Rechte für alle, nach diesem Gesetz, das er erlassen hat. Es ist eine Lüge. Und damit ist und bleibt er, was er zu verschleiern versucht: ein ehrloser Eroberer, der hier nichts verloren hat.

 

Swapnix: (schaut sich um) Wo haben Sie nur all diese seltsamen Gestallten aufgegabelt, kann man denen überhaupt vertrauen?

 

McGregor: Obacht, junge Dame. Sie sprechen hier von britannischen Bürgern, denen der Kaiser ihr Heim und ihre Heimat genommen hat. Brave und mutige Frauen und Männer, die sich nicht unterjochen lassen, sondern alles riskieren, um ihre verdiente Freiheit zurückzuerlangen. Ich traue jedem einzelnen von ihnen. Bedingungslos. Sie mögen äußerlich nicht viel hermachen. Doch unser Widerstand ist entbehrungsreich und hart. Da scheint mir etwas Schmutz und Härte durchaus verständlich. Ein wirklich geringer Preis für unser großes Ziel.

 

Swapnix: Von was für einem großen Ziel sprechen Sie, Mr McGregor?

 

McGregor: Ich werde Ihnen keine Einzelheiten verraten. Sonst könnte ich es gleich selbst an alle Zeitungen schicken, damit die es veröffentlichen, haha. Nur so viel: Wenn man die Schlange besiegen will, muss man ihr den Kopf abschlagen.
Zudem befindet sich König George IV in den Händen dieses Kaisers. Er muss unbedingt befreit werden, damit er uns im Kampf gegen die Besatzer anführen kann. Leider wissen wir noch nicht, wo er gefangen gehalten wird.

 

Swapnix: (sieht ein ziemlich verschmutztes Mädchen in Arbeitskleidung und mit Werkzeug in den Händen hinter McGregor vorbeilaufen und wird ganz aufgeregt)

Ist das nicht dieses Mädchen, was nach Ihrem letzten Überfall vermisst gemeldet wurde? Diese Florance? Sie haben sie entführt? Was wollen sie von diesem Kind???

 

McGregor: Keineswegs habe ich Miss Bell entführt. Woher haben Sie bloß diese Information? Ich fand sie, kopfüber in dem Wartungsschacht einer … nun, auch darüber werde ich nicht sprechen. Nein, keineswegs. Seien Sie versichert, dass es Miss Bell außerordentlich gut geht, sie wird pfleglich behandelt. Mehr noch, sie ist eine großartige Hilfe. Selbstverständlich darf sie umgehend in ihr Zuhause zurückkehren, sobald die Zeiten … sicherer sind.

 

Swapnix: (nur wenig beruhigt) Sagen Sie, würden Sie mich zum Abschluss noch über Ihr Luftschiff führen, das ist mein erstes Mal und ich muss sagen, es ist wirklich sehr imposant.

 

McGregor: (weißt seine beiden Besatzungsmitglieder an, Swapnix in das Offizierskasino zu beringen.) Damit Sie weiter hier herum schnüffeln können? Sicher nicht! Sie bleiben in der Messe sitzen, bis wir Sie bei nächster Gelegenheit irgendwo absetzen können! Bis dahin: genießen Sie den Tee! Ich werde mich jetzt wieder um meine Mannschaft kümmern.

 

Swapnix: (setzt an zu protestieren, besinnt sich aber gerade noch eines Besseren, während sie mit den Männern mitgeht, schimpft sie vor sich hin) Oh man, so war das aber nicht geplant!

 
(Quelle Cover: @Carsten Steenbergen Text: Savbrina Siebert und Carsten Steenbergen )
 
 

 

16 August 2021

Buchvorstellung Florence Bell und die Melodie der Maschinen geschrieben von Carstensteenbergen und erschienen im Ueberreuter Verlag

 

Und nun möchte ich euch gern das Buch vorstellen. Es ist ein Jugendbuch und im Genre des Steampunks angesiedelt. Wie bereits geschrieben erscheint es heute im Ueberreuter Verlag GmbH .
Das Cover gefällt mir unheimlich gut, Farbe, Motiv und Schriftzug harmonieren ganz wunderbar!
Ihr wundert euch, warum ich zwei mal das Cover zeige?
Na das Quadratische gehört zum Höhrbuch, welches am 6.9.2021 erscheinen wird. Gelesen wird es von Peter Bieringer und ich möchte unbedingt hinein hören! 
 
Doch nun will ich euch endlich den Klappentext zu lesen geben: 
 
1820: Napoleon hält England besetzt. Die 15-jährige Florance arbeitet als talentierte rechte Hand des Meistermechanikers eines maschinenverrückten Earls. Doch als dessen Anwesen plötzlich von Luftschiff-Rebellen überfallen wird, stehlen sie nicht nur den Prototypen einer revolutionären Erfindung, sondern auch die in dessen Maschinenraum unfreiwillig gefangene Florance. Von nun an als Rebellin gejagt, findet sich Florance mit einem Mal in einer Verschwörung wieder, die sie niemals für möglich gehalten hätte …
 
Wie spricht euch das Buch an? ISt es was für euch? Oder freut ihr euch eher auf das Hörbuch? 
 
 

         

   
                     

 (Quelle Cover und Klappentext: Carsten Steenbergen)

Autorenvorstellung mit Carsten Steenbergen

 

  

Ihr Lieben, heute hat Carsten Steenbergen s neues Buch Florance Bell und die Melodie der Maschinen“ bei Ueberreuter seinen Release! Dies wollte ich mir mal zum Anlass nehmen, Carsten mit meinen Fragen zu löchern.

Swapnix: Hallo, Carsten, schön, dass du dich meinen Fragen stellst. Erzähl doch kurz mal etwas über dich?

 

Carsten: Naaa gut. 😀 Ich arbeite hauptberuflich in der IT-Branche, habe eine Tochter, lebe in Leipzig an einem malerischen See und bin seit nunmehr 15 Jahren als Autor unterwegs. In der Zeit habe ich diverse Kurzgeschichten, 5 Romane veröffentlicht und einige Hörspiele bzw. Dialogbücher dafür geschrieben. Zudem stehe ich gern für Lesungen und Live-Hörspiele auf jeder Bühne, die mich auf sich drauf lässt. 😀

 

Swapnix: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

 

Carsten: Tatsächlich bin ich aufgrund einer Wette zum Schreiben gekommen, deren Wortlaut ungefähr war: „Das kann ich besser.“. 😀 Seit ich lesen kann, bin ich Vielleser gewesen. Es gingen damals locker 5-8 Bücher pro Woche durch. Zudem war ich ziemlicher Herr der Ringe Fan. Und da stieß ich auf eine Weitererzählung einer Autorin zu Tolkiens Werk, die ihr Buch unabhängig veröffentlicht hatte, welches ich weder von der Story noch von der Art zu erzählen her mochte. Also so gar nicht.  Schnell waren also die verhängnisvollen Worte gefallen, denen ich dann Taten folgen lassen musste. Mein erster Versuch war zugegeben alles andere als gekonnt, aber irgendwie habe ich mich dann festgebissen. 😀

 

Swapnix: In welchen Genre bewegst du dich?

 

Carsten: Mein Schwerpunkt liegt bei allem, was phantastische Elemente enthält. Das kann von klassischer High-Fantasy bis hin zu SiFy reichen. Besonders mag ich es, wenn ich Phantastisches mit Reellem, egal ob historisch oder aktuell, mixen kann. Wichtig ist, dass mich das Thema und die Welt dahinter faszinieren.
Dennoch kann es natürlich sein, dass ich auch andere Genres streife. Thriller zum Beispiel.
😀

 

Swapnix: Erzähl bitte kurz etwas über dein/e Buch/Bücher/Geschichten, worum geht es da?

 

Carsten: Mein Debüt „Teufelsacker“ ist eine historisch-phantastische Mittelaltergeschichte über einen Korndämon, der um 1256 in der Nähe einer alten Abtei sein Unwesen trieb. Da gibt es tatsächlich das ein oder andere Horrorelement darin.
„Steamtown“ schrieb ich zusammen mit den Kollegen T.S. Orgel, zunächst als Web-Roman, dann in gedruckter Form (und bald voraussichtlich in Hörspielformat, in der ich den Mr. Ferret spreche). Ein etwas abgedrehter Steampunk-Roman, in dem ein eigentlich ungeeignetes Ermittlerteam in der fiktiven Stadt Steamtown eine große Verschwörung um Plasma, Wiedergänger und verrückten Experimenten aufdeckt.
Dagegen ist „Mad Rush“ ein waschechter Agententhriller in Gedenken an James Bond und spielt ausnahmsweise im hier und jetzt. Also zumindest im Jahr 2017.
Mit „Im Reich des Toten Königs“ ging es dann zurück zur Fantasy. Der Roman handelt von Staubner, der ungewollt als Meuchelmörder einer Priesterkaste in einem unbekannten Stadtstaat am Rande der Zivilisation landet, obwohl er mit Gewalt und Waffen so gar nichts anfangen kann. Von den Chimären, die die Existenz dieses Ort massiv gefährden, fange ich gar nicht erst an.
😀
Mit „Florance Bell und die Melodie der Maschinen“ reisen wir ins Jahr 1820 einer anderen Zeitrechnung, in der Napoleon Bonaparte tatsächlich Großbritannien erobert hat und seit 15 Jahren besetzt hält. Florance gerät dabei in die Hände von Luftschiffpiraten und Rebellen und findet sich unversehens mitten in einem Wettlauf um das Leben des gefangenen Königs George IV.

 

Swapnix: Wie kam es dazu, dass du jetzt ein Jugendbuch schriebst und dazu noch im Genre Steampunk?

 

Carsten: Mit dem Gedanken, in den Jugendbuchbereich reinzuschnuppern, beschäftige ich mich schon eine Weile. Vor über zwei Jahren lernte ich dann auf dem Phantastik-Autoren Netzwerk Branchentreff zufällig die Programmleiterin vom Verlag Ueberreuter kennen und stellte ihr meine Romanidee vor. Welche ihr prompt gefiel. Der Rest ist quasi Geschichte. 😀
Warum Steampunk? „Florance Bell und die Melodie der Maschinen“ basiert auf ein Romankonzept, das zum damals erhofften Steampunk-Trend, der nie wirklich eintrat, 2015 ca., keine Verlagsheimat fand. Mit einer straffen Überarbeitung, also mehr Jugendbuch und mehr Abenteuer, war das glücklicherweise anders.

 

Swapnix: Weshalb würdest du den Lesern gerade dieses Buch ans Herz legen?

 

Carsten: Das ist leicht beantwortet. Weil es eine Geschichte ist, die im Gefühl der Abenteuerbücher meiner Kindheit, wie zum Beispiel „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson, geschrieben wurde. Als Kind habe ich solche Bücher verschlungen. Und ich finde, dass es nie genug solcher Bücher geben kann. 😊 Es war mir also ein inneres Bedürfnis, und ich hoffe, dass Florance andere Abenteuerfreunde begeistern wird.

 

Swapnix: in welcher deiner Welten/ Zeit würdest Du gerne leben wollen?

 

Carsten: Also, so spannend ich die verschiedenen Welten und Zeiten auch finde, wirklich leben würde ich dort eher nicht wollen. Vielleicht, weil die Sterblichkeitsrate zu hoch ist. 😊
Trotz aller Magie und Geheimnisse. Dazu mag ich die Annehmlichkeiten unserer modernen Zeit wohl auch zu viel. Aber ab und zu auf einen Besuch, ja, das könnte ich mir vorstellen, z.B. auf dem Plateau des Toten Königs.

 

Swapnix: Bitte Antworte mir ganz spontan was dir zu folgenden Begriffen einfällt:

 

Carsten:

Sommer – Wärme, Nordsee und Helligkeit

Natur – Durchatmen und staunen

Familie – Was könnte wichtiger sein? Auch Freunde sind Familie.

Drachen – Aufregend, majestätisch und gefährlich.

Das wünsche ich meinen Leser:innen – Stets ein gutes Buch zur Hand zu haben. 😊

 

Swapnix: Herzlichen Dank, lieber Carsten, ich wünsche dir von Herzen ganz viel Erfolg mit deinem neuen Buch und bin selbst schon sehr gespannt darauf, denn es steht auf meiner Musthave- Liste! 

 

 

(Quelle Bild: Carsten Steenberg)