22 September 2026

Rezension von Jäger des Dunklen von Tim J. Radde


 




#Werbung
Bewertung ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Jäger des Dunklen- Das Verborgene Erbe @timjradde
Dieses E-Book wurde mir vom Autor als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, dies beeinflusst jedoch in keinster Weise meine Bewertung oder Meinung über das Buch.
Toller Einstieg in die neue Urban Fantasy Serie
Die Geschichte um Caspar beginnt langsam und ruhig, wir lernen ihn , sein Leben so wie seine Freunde und Pläne für die Zukunft kennen, denn Caspar will Arzt werden und steht kurz vor dem Abiturjahr.
Dann plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und alles ändert sich, sein Leben, dass woran er geglaubt hat und das, was er für Wahrheit hielt.
Caspar wechselt aus der "normalen Schule" in die Akademie der Jäger. Mir hat unheimlich gut gefallen, wie wir, als Lesende, gemeinsam mit Caspar in die neue Welt eingeführt werden.
Gemeinsam mit ihm lernen wir, aber wir werden auch gemeinsam mit ihm misstrauisch, den irgend etwas scheint nicht zu stimmen, an den Erlebnissen, die zu seinem Schulwechsel führten.
Tim J. Rade schafft es, mich durch Caspar durch die Geschichte zu nehmen. Mit ihm zu Kämpfen, zu Staunen aber auch zu Zweifeln. Auch die anderen Figuren seines Urban Fantasy-Romans sind plastisch ausgestaltet und so schafft der Autor es, dass wir Lesenden uns schnell auf die Seite des Protagonisten und seiner Freunde zu stellen.
Es waren einige sehr gute und dadurch erschütternde Plott- Twist in der Geschichte und so fiebere ich dem nächsten Teil entgegen!

21 September 2026

Das Crowdfunding von Diana Menschig zu So finster so kalt








#ᴡᴇʀʙᴜɴɢ
Wie ihr in den letzten Wochen ja bei mir , seitenrauschen.de und der @editionroterdrache sehen konntet, wird das Buch von Diana über ein Crowdfunding finanziert und erscheint dann unter dem Label der Edition Roter Drache.
Das Cover und die Postkarte hat @serahphina gestaltet und die Illustrationen im Buch hat @kiwiform gezeichnet.
Heute möchte ich euch das Crowdfunding etwas näher erläutern, denn es gibt wirklich tolle "Dankeschöns"
🍡 Natürlich könnt ihr euch ein Print bestellen,
📨 oder lediglich eine Postkarte aus dem Schwarzwald ( ich habe die Ehre euch als erste die Gestaltung der Karte präsentieren zu dürfen)
Aber es gibt noch viel mehr Optionen:
🍭 Ihr könnt euch ein Hörbuch bestellen oder das Print inklusive einer Widmung
🍬 Ihr könnt euch das Buch plus einem Print von Hüterin der Worte, welches ebenfalls in der Edition Roter Drache erschienen ist oder
🖌️ Ihr bestellt euch das Buch mit handgemaltem Farbschnitt! Ein echtes Unikat !!
📦 Und zu guter Letzt gibt es noch eine rappelvolle Buchbox, in der sich das Buch, ein Gruß aus dem Schwarzwald, 2 Postkarten zum selber schreiben, Lebkuchen, ein handgemachtes Lesezeichen und noch geheime Überraschungen befinden werden.
📚 Solltet ihr Diana gern persönlich treffen wollen könnt ihr auch ein Meet&Greet mit der Autorin erwerben!
Und? Ist bei der Fülle von Möglichkeiten etwas für euch dabei? Das Crowdfunding läuft noch bis zum 30.09. , es ist ein Alles oder nichts Crowdfunding, damit ihr also eure Dankeschöns erhalten könnt, also das Buch in den Druck gehen kann und alle anderen Zauber geschehen können, muss die Mindestsumme bis ende der Kampagne erreicht werden!

Und hier habe ich noch den Link zum Crowdfunding für euch, es geht noch bist zum 30.09.2026.


#Sofinstersokalt
#crowdfunding
#Dankeschön


 

Interview mit Diana Menschig zur Wieder Veröffentlichung von So finster so kalt


 



Grüßt euch, heute habe ich Diana Menschig als Gästin auf meinem Blog und ich möchte mit ihr über ihr Crowdfunding zu So finster so Kalt plaudern.

Swapnix: Worum geht es in S.f.s.k. und wie kommt es zu dem  Crowdfunding?

Diana: So finster, so kalt war 2014 mein zweiter veröffentlichter Roman, der wie kein zweiter für mich als vielseitige Autorin steht. Daher kann ich es kaum erwarten, die wunderschöne Neuauflage bald in den Händen zu halten!

So finster, so kalt ist ein phantastischer Roman nämlich Urban Fantasy mit märchenhaften Anteilen, aber auch ein historischer Roman: Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen: In den 2010ern und im 17. Jahrhundert

Und zu guter Letzt auch ein Krimi mit einem klassischen Rätselplot

Dieses Buch ist für Menschen, die eine spannende Geschichte schätzen, gerne miträtseln und sich auf eine übernatürliche Auflösung einlassen können.

Swapnix: Wofür genau wird das Geld gesammelt, sprich wofür genutzt?

Diana: Mit den Einnahmen des Startnext-Projektes decken wir einen Teil der Kosten für die Druckauflage, das Cover und die Nebenkosten für die Veröffentlichung (Porto, Distribution).

Swapnix: Was für Pakete können wir während des CF erwerben und ist es ein „Alles oder Nichts“ oder ein Mindestbetrags- CF?

Diana: Es ist ein „Alles oder Nichts Crowdfunding“ und die verschiedenen Pakete stellen wir besser in einem gesonderten Beitrag vor.

Swapnix: Wann soll die Veröffentlichung sein

Diana: Bis Dezember 2026 soll das Projekt realisiert sein.

Swapnix: Liebe Diana, vielen Dank für diesen spannenden Einblick in das Crowdfunding, ich wünsche dir, dass das Geld zusammenkommt und dieses für dich so wichtige Buch wieder veröffentlicht werden kann.


#Sofinstersokalt

#Autorinnenvorstellung

#Crowdfunding

#Teamroterdrache

 

( Dieses Interview ist mithilfe und Rücksprache mit Diana Menschig, aus der Projektbeschreibung des Crowdfundings entstanden)

Im folgenden Beitrag stelle ich euch die „Dankeschöns“ des CF vor.

Quelle Foto: Diana Menschig) Templates bearbeitet mit CanvaPro)

 

 

 


11 September 2026

SeitouH : das Urteil der Runen von Fabiano Docimo


 



#werbung

Nach dem ich euch Fabiano Docimo über das Interview
so ausführlich vorgestellt habe, möchte ich dieses
ebenfalls mit seinem Debüt tun.

Hier ist das Cover und der Klappentext, welcher mir
durch den Autor zur Verfügung gestellt wurde.

Und darum geht es:
Seizouh wächst im Schutz eines alten Tempels auf – in
einer Welt, die seit Generationen durch heilige Runen
vor der Dunkelheit bewahrt wird.

Sein Alltag besteht aus hartem Training, Disziplin und
den Lehren seines Großvaters Pelbar. Doch während
die anderen Schüler ihren Platz gefunden zu haben
scheinen, spürt Seizouh, dass etwas in ihm nicht
stimmt. Nicht stark. Nicht klar. Nur fremd.

Dann häufen sich die Zeichen.

Ein Traum, der erschreckend real wirkt. Eine
Schriftrolle, die niemals hätte geöffnet werden dürfen.
Eine beschädigte Rune am Rand des Waldes. Und eine
Stille, die mehr verbirgt, als sie preisgibt.

Je näher Seizouh der Wahrheit kommt, desto deutlicher
erkennt er, dass der Frieden, in dem er aufgewachsen
ist, auf längst vergessenen Geheimnissen ruht.

Denn manche Antworten haben ihren Preis.
Und manche Geheimnisse wurden nicht verborgen, um
vergessen zu werden.
Sondern weil niemand bereit war, sie zu öffnen.

Seizouh – Das Urteil der Rune ist der Auftakt einer
epischen Fantasy-Reihe über Freundschaft, Mut,
verborgene Wahrheiten und uralte Mächte. Eine
Geschichte über den Moment, in dem ein Junge
erkennen muss, dass die Welt, an die er sein Leben
lang geglaubt hat, niemals so sicher war, wie sie
schien.

#Debütroman
#Autorenvorstellung
#Buchvorstellung
#SeizouH

Interview mit Fabiano Docimo zu seinem Debüt SeizouH: Das Urteil der Runen


 



Grüßt euch ihr Lieben, heute möchte ich euch Famoe und seinen Debütroman vorstellen, welchen er Anfang Juli veröffentlicht hat.
Ich hatte das Glück, ihm einige Fragen zu seinem Schreiben und seinem Debüt stellen zu dürfen.
Swapnix: Hallo Fabiano, schön dass du Zeit für mich und meine Fragen gefunden hast! Bitte stell dich meinen LeserInnen einmal vor. Wer bist du, was machst du wenn du nicht schreibst?
Fabiano: Hallo und erst einmal vielen Dank für die Einladung zum Interview. Ich bin Fabiano Docimo, manche kennen mich vielleicht auch unter meinem Künstlernamen Famoe. Kreativität begleitet mich schon seit vielen Jahren. Wenn ich nicht gerade schreibe, arbeite ich meistens an anderen kreativen Projekten, vor allem in den Bereichen Musik, Comics und Film. Ich mag es generell, Ideen zu entwickeln und daraus etwas Eigenes entstehen zu lassen.
Swapnix: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Was hat dich dazu inspiriert einen Roman zu schreiben?
Fabiano: Das ist tatsächlich eine gute Frage, denn im Grunde schreibe ich schon seit mehr als 20 Jahren nur lange Zeit keine Romane. Angefangen hat es mit Songtexten, später kamen unter anderem Skripte für Videos und Dokumentationen dazu. Besonders fasziniert mich dabei der Entwicklungsprozess. Am Anfang steht lediglich eine Idee oder Vision und irgendwann entsteht daraus etwas, das vorher noch gar nicht existiert hat.
Der entscheidende Impuls für einen Roman kam allerdings von meinem guten Freund und Schriftsteller Lorenzo Francone. Ich glaube, er hat etwas in mir gesehen, das ich selbst lange überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Geschichten nicht nur innerhalb weniger Minuten eines Songs zu erzählen, sondern ihnen viel mehr Raum zu geben.
Bei Musik hatte ich häufig das Gefühl, dass drei oder fünf Minuten eigentlich viel zu wenig sind für all das, was ich erzählen möchte. Als ich dann einfach angefangen habe, eine Geschichte zu schreiben, wurde sie immer größer. Neue Figuren entstanden, die Welt entwickelte sich weiter und plötzlich kamen immer mehr Ideen hinzu. Einige Monate später war aus diesem spontanen Anfang tatsächlich ein kompletter Roman geworden.
Swapnix: Worum geht es in deinem Debütroman, wie entstand der Weltenbau und weshalb wurde es ein asiatisch anmutendes Setting?
Fabiano: Ich bin schon lange von verschiedenen Bereichen asiatischer Kultur und Popkultur fasziniert, von Kampfkunst und Anime bis hin zu japanischen Videospielen wie Final Fantasy. Gleichzeitig schaue ich Filme sehr analytisch. Mich interessiert nicht nur, was eine Figur tut, sondern warum sie es tut, wie sie sich verhält und wie sich ihre Persönlichkeit im Laufe einer Geschichte verändert.
Aus all diesen Einflüssen wollte ich mit Seizouh etwas erschaffen, das zwar gewisse Inspirationen erkennen lässt, aber trotzdem eine eigene Identität besitzt.
Mir war außerdem wichtig, die Geschichte nicht sofort mit Action und großen Höhepunkten zu überladen. Darüber gab es während der Entstehung durchaus unterschiedliche Meinungen. Gerade bei einem Debüt könnte man natürlich versuchen, den Leser auf den ersten Seiten mit möglichst vielen Ereignissen festzuhalten. Ich wollte bewusst einen anderen Weg gehen.
Die Leser sollen Zeit bekommen, die Welt und ihre Figuren kennenzulernen und gemeinsam mit ihnen zu wachsen. Die Geschichte soll sich Stück für Stück entfalten und kontinuierlich steigern, anstatt ihr Pulver direkt am Anfang zu verschießen.
Ich bin außerdem ein sehr visueller Mensch. Wenn ich schreibe, sehe ich viele Szenen beinahe wie einen Film vor mir. Ich denke, das merkt man auch an der Art, wie manche Orte, Kämpfe oder Situationen im Roman beschrieben sind.
Swapnix: Gibt es eine Botschaft, die du mit deinem Roman transportieren möchtest und für wen ist das Buch geschrieben?
Fabiano: Eine zentrale Idee von Seizouh ist für mich, dass wir häufig erst dann erfahren, wer wir wirklich sind, wenn wir uns in Situationen befinden, denen wir nicht einfach ausweichen können.
Wir wissen nicht immer, wozu ein Mensch fähig ist, was in ihm steckt oder welchen Weg er einmal einschlagen wird. Manche Seiten eines Menschen zeigen sich erst dann, wenn er gezwungen ist, eine Entscheidung zu treffen und zu handeln.
Deshalb spielen neben der eigentlichen Fantasygeschichte auch Lebenserfahrung, Entscheidungen, Verantwortung und eine gewisse Form von Weisheit eine wichtige Rolle. Gerade in den ruhigeren und tiefgründigeren Gesprächen wollte ich Gedanken unterbringen, die trotz einer vollkommen fiktiven Welt einen Bezug zu unserem eigenen Leben haben können. Mir war wichtig, dass sich die Figuren menschlich und ihre Entscheidungen nachvollziehbar anfühlen.
Wer Geschichten wie Avatar - Der Herr der Elemente, Final Fantasy oder Der Herr der Ringe mag und Freude an Fantasywelten, Charakterentwicklung und einer Geschichte hat, die sich zunehmend entfaltet, dürfte sich in Seizouh ziemlich schnell zu Hause fühlen.
Swapnix: Welche Figur ist für dich die Wichtigste in deiner Geschichte und warum?
Fabiano: Als ich mit der Charakterentwicklung begonnen habe, war für mich völlig klar, dass Seizouh der Mittelpunkt sein würde. Je weiter ich geschrieben habe und je mehr Dialoge zwischen Seizouh und Pelbar entstanden sind, desto stärker hat sich allerdings Pelbar für mich entwickelt.
Irgendwann wurde er zu einer Figur, die ich selbst unglaublich interessant fand. Er besitzt Eigenschaften, die man sich vielleicht von einem Mentor oder sogar von einem Wegbegleiter im eigenen Leben wünschen würde. Seine Art, Dinge zu betrachten und Seizouh Orientierung zu geben, hat mich während des Schreibens selbst immer stärker fasziniert.
Dabei musste ich an etwas denken, das Lorenzo einmal zu mir gesagt hatte: Wenn man Geschichten entwickelt, entstehen während des Schreibens Dinge, die man vorher überhaupt nicht geplant hatte und die einen selbst überraschen.
Pelbar war für mich genau so ein Moment. Ich hatte seine Bedeutung am Anfang in dieser Form überhaupt nicht vorgesehen. Die Figur hat sich während des Schreibens entwickelt und genau das war für mich als neuer Romanautor eine der spannendsten Erfahrungen überhaupt.
Swapnix: Wieviel Bände hast du geplant und wann wird voraussichtlich der nächste erscheinen?
Fabiano: Als ich begonnen habe, die Welt, ihre Geschichte und das Magiesystem auszuarbeiten, wurde mir relativ schnell klar, dass Seizouh wesentlich größer werden kann als nur ein einzelner Roman. Die Welt hat mittlerweile ein solches Ausmaß angenommen, dass ich Seizouh sogar als eigene Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet habe.
Für die Kerngeschichte arbeite ich momentan mit einer Planung über ungefähr fünf Jahre. Mein Ziel wären zwei Bände pro Jahr. Ich möchte mich dabei aber nicht selbst unter Druck setzen. Wenn das Leben dazwischenkommt oder ein Buch mehr Zeit benötigt, bekommt es diese Zeit. Qualität ist mir wichtiger als ein starrer Veröffentlichungskalender.
Band 2 ist aktuell für den 21. Dezember 2026 geplant und kann bereits als E-Book vorbestellt werden. Band 1 habe ich zusätzlich über Kindle Unlimited verfügbar gemacht, um neuen Leserinnen und Lesern den Einstieg in die Welt von Seizouh möglichst einfach zu machen.
Swapnix: Wirst du auf Lesereise gehen, falls ja, wo können wir dich treffen?
Fabiano: Eine klassische Lesereise ist aktuell noch nicht geplant. Ich überlege allerdings, dieses Jahr bei einer Buchveranstaltung in Stuttgart dabei zu sein.
Größere Messeauftritte möchte ich wahrscheinlich dann intensiver angehen, wenn zwei oder drei Bücher der Reihe veröffentlicht sind. Dann gibt es für Leser einfach schon wesentlich mehr von der Welt zu entdecken und für mich entsprechend mehr zu präsentieren.
Bis dahin findet man mich vor allem über die sozialen Medien und auf Buchplattformen wie LovelyBooks. Dort freue ich mich natürlich immer über den direkten Austausch mit Leserinnen und Lesern.
Swapnix: Vielen Dank, Fabiano, dass ich dir Fragen zu dir und deinem Schreiben stellen konnte! Ich wünsche deinen Büchern viele begeisterte LeserInnen!

Hier könnt ihr euch mal auf Fabianos Homepage umschauen: https://fabianodocimo.com/


#SeizouhDasUrteilderRunen
Foto: Weidmann Fotografie

04 September 2026

Buchvorstellung: Prinzessin Floradora-Verflixt,verwünscht und voll verflucht von Maja Ilisch, erschienen im Arena Verlag Kids


 



#ᴡᴇʀʙᴜɴɢ
Nach dem ich euch @majailisch so ausführlich vorgestellt habe, möchte ich euch natürlich auch Prinzessin Floradora- verflixt, verwünscht und voll verflucht“ welches heute im @arena_verlag_kids erscheint, vorstellen.
Das Buch wird für LeserInnen ab 10 Jahren empfohlen.
Und darum geht es:
Anderssein ist fabelhaft! Eine Geschichte über Mut, Magie und Anderssein. Gewinner des Vielfalter-Preises für Diversität 2025.
Prinzessin Floradora kann es kaum fassen als Puff! plötzlich die Böse Fee in ihrem Zimmer steht und Floradora verflucht. Puff! wachsen der Prinzessin Widderhörner auf dem Kopf. Eine Prinzessin mit Hörnern?! Das geht gar nicht! Aber Moment mal – eigentlich fühlen sich die Hörner ganz gut an und zum Türen-Einrennen eignen sie sich auch prima! Leider sehen das Floradoras Eltern anders und verfrachten sie kurzerhand ins Dunkelwald-Internat, damit niemand sie so zu Gesicht bekommt. Dort trifft Floradora auf andere Prinzen und Prinzessinnen – alle verflucht und weggesperrt. Wer steckt nur hinter all dem? Während sie ihre Flucht planen, lernen die Kinder nicht nur ihre eigenen Stärken kennen, sondern finden auch echte Freundschaft und Hilfe von unverhoffter Seite. Können sich die Kinder von ihren Flüchen befreien - und wollen sie das überhaupt?! Oder zeigen sie lieber dem ganzen Märchenreich, was in ihnen steckt?
Ein augenzwinkerndes Märchen für Kinder ab 10, das mit Klischees spielt, sie liebevoll auf den Kopf stellt und dabei eine starke Botschaft über Selbstbestimmung und Freundschaft vermittelt. Für Fans des „Neinhorns“ ebenso wie für Leserinnen und Leser von „Krabat“. Und für alle, die schon immer wissen wollten, ob die Böse Fee eigentlich gerne die Böse Fee ist.

#AutorInnenvorstellung
#Buchvorstellung
#Buchrelease
#Vielfalterpreis
(Quelle Foto: Maja Ilisch, bearbeitet mit CanvaPro, Klappentext: Amazon )

Interview mit Maja Ilisch zu ihrem neuesten Buch Prinzessin Floradora

 




Grüßt euch ihr Lieben, heute möchte ich euch Maja Ilisch und ihr neuestes Jugendbuch „Prinzessin Floradora- verflixt, verwünscht und voll verflucht“ vorstellen.

Ich traf Maja in Kassel persönlich, auf der Verleihung des Vielfalter Preises, welcher im Literatur Haus Kassel, verliehen wurde. Sie gewann den Preis mit ihrer Buchidee, welcher eine Veröffentlichung im Arena Kinderbuch Verlag beinhaltete.

Heute darf ich Maja zu ihrem Weg von der Idee zum Buch einige Fragen stellen.

 

Swapnix: Liebe Maja, ich gratuliere dir noch einmal, zu deinem Gewinn, die Idee klang so außergewöhnlich und nun bin ich sehr gespannt auf das Buch.

Doch zunächst stelle dich doch bitte erst einmal vor. Wer bist du, was machst du, wenn du nicht schreibst und schreibst du auch unter Pseudonym?

Maja: Ich heiße Maja Ilisch, bin Anfang fünfzig und lebe in der Gegend von Aachen. Die letzten fünfzehn Jahre über war ich ausschließlich freie Autorin und habe phantastische Literatur für Kinder und Erwachsene veröffentlicht. Weil es aber doch sehr schwer ist, vom Schreiben leben zu wollen, bin ich Anfang dieses Jahres in meinen ursprünglichen Beruf zurückgekehrt und arbeite jetzt als Bibliothekarin in einer kleinen Stadtbücherei, was mir großen Spaß macht, weil die Aufgaben da so vielseitig sind. Seitdem bleibt mir natürlich weniger Zeit zum Schreiben, was erstmal eine große Umstellung für mich war, aber langsam bekomme ich das wieder auf die Reihe. Und inzwischen kann ich sogar wieder meinen Hobbys nachgehen: Ich mache Musik, male mit Aquarellfarben und zocke leidenschaftlich am PC oder im Pen’n’Paper-Rollenspiel.

Ein Pseudonym benutze ich nicht, obwohl ich in so vielen verschiedenen Altersgruppen und Sub-Genres unterwegs bin – das hat sich irgendwie nie ergeben, und auch wenn ich das nicht kategorisch ausschließen will, bin ich doch froh, alle meine Bücher unter einem Dach zu haben.

 

Swapnix: Wie bist du zum Schreiben gekommen und in welchen Genre und Altersgruppen fühlst du dich literarisch zu Hause?

Maja: Ich habe eigentlich schon immer Geschichten erfunden, und als ich dann schreiben gelernt habe, war es die logische Schlussfolgerung, die auch aufzuschreiben. Nicht, dass ich damals irgendeine Geschichte fertigbekommen hätte, aber das hat mich nicht davon abgehalten, ein neues Buch nach dem anderen anzufangen! Erst als Jugendliche habe ich kürzere Geschichten fertiggestellt, und es hat bis zum Ende meines Studiums gedauert, bis ich endlich meinen ersten Roman fertigbekommen habe. Aber geschrieben habe ich eigentlich immer.

Nachdem meine zahlreichen Versuche, Krimis zu schreiben, krachend daran gescheitert sind, dass ich zwar das perfekte Verbrechen konstruieren, aber nicht aufklären konnte, bin ich in meinem anderen Lieblingsgerne, der Fantasyliteratur mit all ihren Facetten, hängengeblieben. Für Erwachsene habe ich Gaslicht-Mysteryromane geschrieben, die für meine Verhältnisse erstaunlich romantisch ausgefallen sind, und eine High Fantasy-Trilogie, der leider weder großer Erfolg noch lange Lebenszeit auf dem Buchmarkt vergönnt waren.

Gerade als da vom Verlag die Nachricht kam, dass die Reihe vergriffen gemeldet wird, kam postwendend von einem tollen Jugendbuchverlag die Zusage für mein erstes Kinderbuch, und seitdem habe ich vor allem Bücher für Menschen ab zehn veröffentlicht. Aber ich habe noch ganz viel in der Schublade, Bücher für ältere Jugendliche, ausgefallene Phantastik für Erwachsene, bis hin zu einem epischen Achtbänder, an dem ich seit über 25 Jahren schreibe und immerhin schon im sechsten Band angekommen bin.

Meine Bücher sind alle ein bisschen besonders, wobei ich auf die Harte Tour lernen musste, dass wenn eine Lektorin beim Manuskriptprüfen sagt: „Das ist so ein besonderes Buch!“, das einem Todesurteil gleichkommt und so viel bedeutet wie „völlig unverkäuflich“. Ich schreibe das trotzdem, weil ich genau diese Geschichten liebe und ich finde, es ist immer auch ein Plätzchen für das Besondere da. Da kann ich Anspruch mit meiner persönlichen Schrägheit kombinieren und mich freuen, wenn die Bücher dann bei Menschen landen, die nach genau dieser anspruchsvollen Schrägheit gesucht haben. Und dass immer noch Verlage Bücher von und mit mir machen wollen, lässt mich hoffen.

 

Swapnix: Worum geht es in Prinzessin Floradora, was ist das Besondere an dieser Geschichte  und wie kamst du auf die Idee zu ihr?

Maja: Ursprünglich, so um 2010 herum, wollte ich meiner Mutter ein Märchen zum Geburtstag schenken, und habe die Geschichte von der gehörnten Prinzessin angefangen. Und ich hatte auch durchaus Spaß daran – ich wollte so viele Märchen wie möglich liebevoll durch den Kakao ziehen und zu etwas ganz Neuem verquirlen. Nur bin ich über die ersten paar Kapitel nicht hinausgekommen, und das Buch ist über zehn Jahre lang liegengeblieben. Erst als „Unten“ erschienen ist, mein erstes Kinderbuch, und ich überlegt habe, was ich als Nachfolger schreiben kann, ist mir wieder mein gehörntes Märchen in den Sinn gekommen. Ich habe es nochmal neu aufgezogen, weil ich in der Zwischenzeit so viel dazugelernt hatte, und dann in einem Rutsch runtergeschrieben.

Es geht in dem Buch um die liebreizende Prinzessin Floradora, der die böse Fee ein Paar Widderhörner angeflucht hat. Eigentlich ganz praktisch, findet Floradora, zum Beispiel, um eine Tür einzurennen – ihre königlichen Eltern sehen das aber ganz anders, befinden, dass niemand mehr die entstellte Tochter zu Gesicht bekommen darf, und schicken sie auf Anraten der guten Fee bis zum Erreichen des heiratsfähigen Alters, wo sie dann mit der Macht der Wahren Liebe erlöst werden kann, ins Dunkelwald-Internat, während eine mechanische Puppe derweil das Winken auf dem Balkon übernehmen soll. Nur ist Floradora da nicht das einzige verfluchte Königskind, im Gegenteil: Tatsächlich ist die ganze Schule voll mit verfluchten Kindern. Und als sie mit Hilfe von unerwarteter Seite aus dem Internat fliehen können, müssen sie sich auch fragen, ob das, was sie bislang über die gute und die böse Fee alles so gehört haben, überhaupt der Wahrheit entspricht …

Für die Szenen in dem kalten, grauen Internat habe ich auf meine eigenen Erfahrungen zurückgegriffen: Ich war 1985 als Kind wegen meiner Neurodermitis in Kur auf Borkum und habe vieles, das in den Studien über die Verschickungskinder ans Tageslicht gekommen ist, am eigenen Leib erleben dürfen. Vor allem, dass mich an meinem zehnten Geburtstag noch nicht mal meine Eltern anrufen durften, hat mich nachhaltig fertiggemacht. Aber in diesem Buch habe konnte ich die bitteren Erlebnisse überspitzt und mit einer Prise Humor aufarbeiten, hinreichend abstrahiert, dass es nicht mehr wehgetan hat, und alles in allem ist das doch ein verflixt witziger Roman geworden, voller Wortwitz, aber eben auch mit Tiefgang.

 

Swapnix: Gibt es eine Botschaft, welche du mit diesem Buch transportieren möchtest? Und war dieser dann auch der Grund, weshalb du die Geschichte für den Vielfalter Preis eingereicht hast?

Maja: Eine Botschaft hat das Buch tatsächlich – mehrere sogar! Die für mich Wichtigste ist, dass nicht jeder vermeintliche Fluch auch gebrochen werden muss. Ich bin mit Kinderbuchklassikern wie „Heidi“ oder „Der geheime Garten“ aufgewachsen, in denen Kinder mit Behinderungen, so sie denn überhaupt vorkamen, im Verlauf der Handlung geheilt werden mussten, Gelähmte das Laufen lernen und so. Dass fand ich damals schon dermaßen verlogen, dass ich schon ganz früh etwas schreiben wollte, in dem jemand mit Behinderung Hürden überwindet, ohne dabei eine wundersame Heilung zu erfahren, und am Schluss trotzdem stärker als vorher dasteht. „Prinzessin Floradora“ ist also nicht die erste Geschichte, in der ich diese Botschaft übermitteln will – aber die erste, die auch einen Verlag gefunden hat.

Das Lustige mit dem Vielfalter Literaturpreis ist, dass ich nicht mal wusste, dass ich teilgenommen habe, bis die Shortlist veröffentlicht wurde. Meine tolle Agentin hat das Buch da eingereicht, ohne mir Bescheid zu geben, um mich im Zweifelsfall positiv zu überraschen, und hätte ich nichts gewonnen, wäre ich nicht enttäuscht worden, weil ich nie davon erfahren hätte. Leider war es nämlich so, dass meine inzwischen langjährige Kinderbuchlektorin nicht so überzeugt war von dem Buch und lieber etwas anderes mit mir machen wollte – das ist dann das philosophische Buch „Die vierte Wand“ geworden, und meine gehörnte Prinzessin landete erst in der Schublade und dann beim Vielfalter.

Dass ich den dann tatsächlich gewonnen habe und dadurch beim Arena Verlag gelandet bin, habe ich erstmal selbst gar nicht fassen können. Der Tag in Kassel hat für mich in der Notaufnahme begonnen, nachdem mein Mann in unserer Unterkunft die Treppe runtergefallen und sich übel den Fuß verletzt hatte, und ich habe den Tag damit verbracht, von einem emotionalen Extrem ins nächste zu schwanken. Erst irgendwann am nächsten Tag habe ich das dann langsam realisieren können. Deswegen habe ich auch auf der Bühne gestanden wie ein aufgescheuchtes Huhn und am ganzen Körper gezittert vor Aufregung – normalerweise bin ich eine souveräne Rampensau, aber normalerweise gewinne ich auch keine Literaturpreise.

 

Swapnix: Dein Buch wurde wunderschön durch Laura Rosedorfer illustriert, wie kann ich mir die Zusammenarbeit vorstellen? Wusstest du vorher welche Szenen du illustriert haben wolltest und wolltest du bestimmte dinge besonders hervorgehoben haben, auf den Bildern?

Maja:   Die Illustrationen hat Laura Rosendorfer im Alleingang gemacht, nachdem sie vom Verlag beauftragt worden ist, und ich könnte nicht glücklicher sein damit, wie sie mein Buch umgesetzt hat. Da sind so viele kleine Details aus meinem Buch umgesetzt worden – ich habe das Cover bekommen und konnte mich nicht sattsehen daran, und dann habe ich händeringend auf meine Korrekturfahnen gewartet, wo ich dann erstmals die Innenillustrationen gesehen habe.

Beim Cover hatte ich einen winzigen Änderungsvorschlag: Da gibt es eine Szene, in der die Kinder in Mäuse verwandelt werden, und ich hatte dann angeregt, dass zwei Mäuse auf dem Cover die Farben tauschen, weil Prinzessin Violola mit dem Rehgeweih Schwarz ist und ich fand, dass dann die dunkelgraue Maus besser zu ihr passt als die hellgraue. Aber das war alles, den Rest hat sie komplett in Eigenregie umgesetzt.

Tatsächlich war auch Laura Rosendorfer letztes Jahr beim Vielfalter dabei – sie war als Illustratorin von „Als Ela das All eroberte“ nominiert in der Bilderbuch-Kategorie. Und wahrscheinlich bin ich ihr auch auf der Preisverleihung begegnet, aber an dem Tag war ich dermaßen durch den Wind, und es waren so viele Leute da, dass ich das nicht mehr so genau sagen kann.

 

Swapnix: Was würdest du dir für dein neues Buch wünschen?

Maja: Als allererstes wünsche ich dem Buch Erfolg. Ich bin niemand, der die gewaltigen Bestseller landet, ich bin froh, wenn ich meinen Vorschuss einspiele, und mit jedem neuen Buch geht das Bibbern los, ob es wohl gut genug ankommt.

Gerade bei diesem Buch, mit dem ich Menschen erreichen und bewegen will, ist mir das nochmal so wichtig. Es geht darum, den Kindern eine Stimme zu geben und auch um das Thema Identität, das mir persönlich sehr wichtig ist. Da habe ich, in einer Nebenrolle, die Prinzessin Valisandra, die transgender ist – ich bin selbst im Trans-Spektrum, und ich wollte eine Figur einbauen, die einfach so, wie sie ist, akzeptiert wird. Und an der Stelle habe ich jetzt tatsächlich Angst, dass sich an dieser Figur die Leute hochziehen werden, gerade weil ich da kein großes Ding draus gemacht habe und Valisandra einfach sie selbst sein lasse – ihr Problem ist nicht ihr Gender, sondern dass ihr die böse Fee ein paar Eselsohren angeflucht hat.

Ich hoffe auch, dass Kinder (oder gerne auch Erwachsene), die selbst von einem vermeintlichen Makel, einer Behinderung oder anderen Einschränkungen betroffen sind, die Geschichte lesen und sich selbst darin wiederfinden – vor allem in der Tatsache, dass sie nicht repariert gehören, sondern so, wie sie sind, Respekt und Anerkennung verdienen.

Was ich insgeheim von diesem Buch erhoffe, ist, dass es sich so gut verkauft, dass ich eine Fortsetzung schreiben und veröffentlichen darf, denn irgendwie denke ich, dass Floradoras Geschichte noch nicht auserzählt ist. Da hatte meine Lektorin ein paar Ideen und Anregungen, die in diesem Buch einfach keinen Platz mehr gefunden haben, aber einen zweiten Blick sicher wert sind. Denn es stimmt, in diesem Band hat Floradora kaum Kontakt zu normalen Leuten, sondern ist von Prinzessinnen und Prinzen umgeben – sie verdient es, auch mal das Leben außerhalb des Hochadels zu erleben. Und es sind noch so viele tolle Märchen übrig, die es nicht ins Buch geschafft haben!

 

Swapnix: Abschließend würde ich dich bitten, ein paar Worte zur aktuellen Lage auf dem Buchmarkt zu sagen. Was sind Kritikpunkte, was läuft deiner Meinung nach Gut und was würdest du dir für die Zukunft wünschen?

Maja:   Ich habe das Gefühl, wir befinden uns da gerade an einem Kipppunkt und sind schon dabei, in die falsche Richtung abzurutschen. Da kommt gerade so viel zusammen – angefangen mit KI-Slop, der insbesondere im Kinderbuch den Markt flutet und, das ist das eigentlich Erschreckende, auch gekauft wird. Ich nutze kaum noch soziale Medien, weil meine Timeline mit entsprechenden Buchanzeigen zugemüllt wird und ich das wirklich nicht mehr sehen mag – lieb- und lebloser Dreck mit austauschbaren Titeln und Covern, für den, neben zahlreichen anderen, auch meine eigenen Bücher piratisiert und ausgeschlachtet worden sind.

Ein weiterer Trend, den ich im Jugendbuch gerade in der Stadtbücherei sehr deutlich sehe, ist, dass sich das, was gelesen wird, zunehmend auf eine Handvoll endlose Reihen konzentriert. Das sind nicht per se schlechte Bücher, da ist gutes wie weniger Gutes dabei, aber wer versucht, eine Geschichte in einem oder zwei Bänden zu erzählen, hat es zunehmend schwerer, dafür einen Markt zu finden. Die Verlage pushen ihre Reihen natürlich entsprechend, sie wären wahrscheinlich blöd wenn nicht, und damit können sie es sich leisten, dann auch Bücher wie meine zu machen – aber wenn selbst in der Bücherei, wo die Kinder keiner Werbung ausgesetzt sind und die volle Auswahl haben, gefühlt neunzig Prozent der Ausleihen auf die immergleichen Reihen entfallen, dann sehe ich doch ein bisschen schwarz für die Zukunft der literarischen Vielfalt auf dem Buchmarkt.

Natürlich, eine Reihe verspricht Sicherheit: Man muss sich nicht auf neue Figuren oder Geschichten einlassen, sondern bekommt genau das, womit man rechnet. Und ich sehe da bei den Kindern ein gesteigertes Bedürfnis nach Sicherheit in einer Welt, die vor ihren Augen auseinander bricht, und dann kann ich verstehen, warum diese Reihen so erfolgreich sind. Aber persönlich wünsche ich mir auf Seiten der Leser:innen ein bisschen mehr Wagemut, auch mal über den Tellerrand zu blicken und, es kann ja ruhig innerhalb des Lieblingsgenres sein, auch mal was anderes zu lesen. Denn wenn sich wirklich nur noch die Reihentitel verkaufen, werden die Verlage da früher oder später ihre Konsequenzen draus ziehen.

Wenn ich die Wahl habe, entweder gar nichts mehr zu veröffentlichen oder auf Jahre nur noch Floradora-Bände zu schreiben … Ich liebe mein Märchen, ich will gern eine Fortsetzung dazu schreiben oder vielleicht auch zwei, aber ich habe noch so viele andere Geschichten, die ich erzählen will, und nur so-und-so-viel Zeit, das zu tun, gerade weil ich nebenbei auch noch Geld verdienen muss. Insofern ist das eine Entwicklung, die ich mit großer Sorge sehe.

Dass dazu auch noch die Lesefähigkeit der Kinder stetig nachlässt, dass der aktuellen IGLU-Studie zufolge jedes vierte Kind beim Ende der Grundschule nicht sinnentnehmend lesen kann, ist noch so ein besorgniserregender Aspekt. Das ist einer der Punkte, an denen ich gerade in meiner Arbeit als Bibliothekarin arbeite: Leseförderung, Medienkompetenz, Freude an Geschichten zurückbringen … Da wird zurzeit viel versucht, in Schulen und bei den außerschulischen Einrichtungen wie Bibliotheken, aber viele Eltern ziehen da einfach nicht mit, lesen selbst ihren Kindergartenkindern nicht mehr vor, und es fühlt sich ein bisschen an, als würde man gegen Windmühlen rennen.

Also, viele offene Baustellen, viele erschreckende Trends – wir werden sehen, wo uns das hinführt, und wo ich selbst in ein paar Jahren beruflich stehen werde.

 

 

Swapnix: Liebe Maja, ich danke dir sehr herzlich für diesen spannenden Einblick in dein Schreiben und die Entstehung deines neuesten Buches! Möge Floradora und ihre Bande viele Lesende begeistern!

Maja: Ich habe zu danken! Ich folge deinem Blog jetzt seit so vielen Jahren, mit dem Interview geht ein echter Herzenswunsch in Erfüllung. Danke für dein Engagement – per Blog, Social Media, und natürlich auch in der Bücherei!

 

 #AutorInnenvorstellung  

#Buchvorstellung 

#Buchrelease  

#Vielfalterpreis

 

(Quelle Fotos: @sabrinakriwo )