29 April 2026

Rezension von Die Welt hat viele Farben, von Lea Hoffmann und Elena Buono, erschienen im Neunmalklug Verlag


 

 
Die Welt hat viele Farben, geschrieben von Leo Hoffmann und illustriert von Elena Buono erschien 2019 beim @neunmalklugverlag . Pro verkauftes Buch spendet der Verlag 1€ an den @der_kinderschutzbund , eine tolle Aktion, wie ich finde.
Es erzählt die Geschichte von Kindergarten-Kindern, die anfangs immer nur ( in einer Farbe ) das selbe spieltern. Eines Tages kam aber ein neues Kind dazu, und es brachte eine weitere Farbe dazu. Keines der anderen Kinder wollte mit ihm spielen, doch die Neugier sorgt dafür, sich dem neuen Kind und seinen Spieleideen zu zuwenden. So entsteht eine Mischung aus neuen und alten Ideen.
Im Verlauf des Buches kommen immer mehr Farben dazu bis am Ende die Kinder alles das spielten, was Bunt war. 
 
Für mich zeigt das Buch nicht nur, die Farbenlehre, also was für Farben entstehen wenn wir dies mit jener Farbe mischen, sondern vor allem auch, wie wichtig es ist, offen und neugierig unbekannten Menschen und ihren Kulturen zu sein, denn daraus können viele wunderbare neue Spiele und Ideen entstehen. Sie erzählt mir davon, das jeder Mensch, egal woher er stammt, seine eigenen Fähigkeiten, Kultur, Ideen mitbringt und diese zu mischen wertvolles Neues entsehten lassen kann.
 
Ich habe das Buch gemeinsam mit Linus, meinem 9 jährigen Sohn gelesen. Er fand anfangs die Illustrationen gewönungsbedürftigt. Doch nach und nach kam er dahinter, das sich die Durchmischung der Kinder und ihrer Ideen, so unheimlich gut darstellen ließ. Auch dass die Lesenden dadurch gut lernen können, aus welchen Farben welche neue Farbe entsteht, fand er super! Das Buch hat ihm sehr gefallen, den er fand die Botschaft (s.o.) unheimlich wichtig. Auch das Spenden pro verkausftes Buch fand er wichtig, den es würde dann ja anderen Kindern zu gute kommen.
Ein weiderer Punkt, den wir am Neunmalklug Verlag so lieben, ist das Cradle-to-cradle Prinziep, nach dem er seine Bücher produziert. Nie würden wir ein Buch auf den Kompost werfen, doch das es theoretisch ginge und so dem organischen Kreislauf wieder zugeführt würde, finden wir sehr wertvoll. 
 
So können wir sagen, dass wir das Buch allen Kindern sobald sie Interesse an Bilderbüchern entwickeln, bzw. sobald sie selbst lesen können, denn das Buch ist in kurzen einfachen Sätzen geschrieben und transportiert doch soo viel, empfehlen und ⭐⭐⭐⭐⭐ Sterne vergeben!
 

26 April 2026

Rezension zu Redaktion Wadenbeisser, ein Krimi Comic aus der Edition Helden


 

 
 
⭐⭐⭐⭐⭐
 
Redaktion Wadenbeisser geschrieben von @ina.rometsch und illustriert von Bernhard Speh ist ein Krimi- Comic für Kinder ab 8 Jahren. 
 
14 spannende Fälle erwartet die Redaktion der Schülerzeitung und mit Hilfe ihres gesammten Teams lösen sie alle! 
 
Die Bilder sind schön gestalltet, die Schrift prima zulesen, auch für LeseanfängerInnen und Menschen die Schwierigkeiten beim Lesen haben.
Die Autorin Ina Rometsch streut ihre Hinweise so subtil dass sie beim Lesen nicht direkt ins Auge springen aber doch gut beim Lösen der Rätsel unterstützen.
Solle ein Fall mal doch zu knifflig sein, gibt es am Ende des Buches die Lösungen und teilweise auch die Lösungswege, für die Fälle.
Linus (9Jahre alt, Legastheniker) hat häufig da gesessen, alleine im Comic gestöbert und versucht auf die Lösungen zu kommen. Er fand, die Auflösungen sollten direkt unter den Comics stehen😅, doch da sehe ich dann die Gefahr, dass die Lesenden eher direkt nachsehen, als sich selbst Gedanken zu machen! Denn wenn manche Fälle auch echt knifflig sind und wir manchmal sehr gut hinschauen müssen, sind sie doch gut lösbar.
Nun denken sich vielleicht manche, hey die kenne ich doch schon!!! Und ja das stimmt, sie sind bereits schon 2 mal in anderen Verlagen erschienen.
Doch wurden sie vom Verlag @editionhelden neu gesetzt, die Schriftart ist besser lesbar, weil klarer und auch größer! In Verbindung mit Schrift, dem klare rellativ schlichte Cover und dem große Format wurde das Buch hochwertiger und besser lesbar.
Somit ist es, meiner Meinung nach, auch für Fans der Redaktion Wadenbeißer absolut lohnenswert!
Wir hatten unseren Spaß beim lesen und mitraten und würden uns freuen wenn auch die Anderen Fälle bei der Edition Helden wieder aufgelegt würden! 
 
(Quelle Foto: Sabrina Siebert, bearbeitet mit CanvaPro)
 

22 April 2026

Buchvorstellung TICK MICH DOCH von Tanja Lieberman


 

 
 
 

Nach dem ich euch die Autorin Tanja Lieberman in einem Interview so ausführlich vorgestellt habe möchte ich euch noch kurz schreiben, worum es in ihrem Buch Tick Mich Doch geht:

Manchmal ist das Leben ein einziges Tourette – chaotisch, laut und unkontrollierbar.

Simon nennt das Tourette-Syndrom seine goldene $#!T!-Karte. Es begleitet ihn seit seiner Kindheit, und an der Uni macht es ihn zur Zielscheibe für bitteren Spott. Nur sein bester Freund Marco steht immer hinter ihm. Zum Glück. Denn als Lovisa in sein Leben stolpert, gerät alles aus dem Gleichgewicht – auf die schönstmögliche Art. Sie sieht mehr in ihm als nur seine Tics. Sie sieht ihn.
Zum ersten Mal glaubt Simon daran, liebenswert zu sein.
Doch auf einmal taucht seine Mutter wieder auf, die Frau, die ihn wegen seiner Tics verlassen hat. In Simon tobt ein Sturm. Alte Wunden brechen auf. Neue Zweifel nagen. Und plötzlich steht alles auf dem Spiel: seine Liebe, sein Selbstwert und seine Zukunft.

Ein ehrlicher, berührender Roman über Anderssein, Freundschaft und die große Liebe.

Ich hatte das Glück, das Buch bei @whoireallyam_katjaswelt zu gewinnen und bin schon sehr gespannt auf die Lektüre.
 

(Quelle Foto: Sabrina Siebert, Quelle Klappentext: @tick.mich.doch)

Interview mit Tanja Lieberman zu ihrem Buch Tick mich doch


 

 

 


 

Grüßt euch, heute möchte ich euch gern Tanja Lieberman und ihr Buch Tick mich doch vorstellen. Sie war so nett mir Rede und Antwort zu stehen und heraus kam ein spannendes Interview.

 

Swapnix: Grüß dich Tanja, bitte stell dich kurz einmal vor, wer bist du und was tust du, wenn du nicht schreibst?

Tanja: Ein herzliches „Grüß Gott“ in die Runde und vielen Dank, dass ich mich hier vorstellen darf. Ich bin Tanja. Was ich mag: Wald, Berge, Meer, Schokolade und Blumen.  Was ich nicht mag: Respektlosigkeit, Streit, Ungerechtigkeit, Ausgrenzung, Pilze und Kochen. Ich bin Vielleserin und seit geraumer Zeit leider wenig-schreibende Autorin, da ich mich aus einer Krankheit kämpfe. Ereignisse, die mich beschäftigen, halte ich in Stichpunkten fest und nicht selten wird eine Geschichte daraus.

 

Swapnix: Worum geht es in deinem Buch ?

Tanja: Das Hauptthema ist das Tourette-Syndrom, mit dem mein Protagonist Simon klarkommen muss, dem der sich ausgeliefert fühlt und gegen das täglich ankämpft. Eine tragende Rolle spielt auch die Freundschaft zu Marco, der mit großer Selbstverständlichkeit immer zu Simon hält. Sowie die Beziehung zu seinem liebe- und verständnisvollen Vater. Trotzdem verliert er sich in Selbstzweifeln. Bis die Liebe zu Lovisa, viel in Simon verändert. Lovisa reduziert ihn nicht auf seine Tics, sondern nimmt ihn mit allem, was ihn ausmacht. Ihre Liebe ist wie ein Licht, das sich langsam ausbreitet.
Ich würde „Tick mich doch“ nicht Entwicklungsdrama nennen, wenn nicht eine fette Tragödie Simons gerade gewonnenes Selbstbewusstsein und seine Liebe zu zerstören droht.

 

Swapnix: Warum war es dir ein Anliegen, es zu schreiben?

Tanja: Wahrscheinlich wollte ich mir einerseits von der Seele schreiben, was ich im Laufe der Jahre mit Menschen mit Tourette erlebt habe. Auf der anderen Seite ist es mir eine Herzenssache, über das Tourette-Syndrom zu informieren und damit meinen Teil zum Verständnis für Tic-Erkrankungen beizutragen. Dazu habe ich mich für eine fiktive Geschichte entschieden, in die ich viele Fakten eingebaut habe.

 

Swapnix: Wie hast du für das Buch recherchiert? Hast du Menschen mit Tourette-Syndrom in deinem Familien- und Freundeskreis? 

Tanja: Es gibt einen Menschen im näheren Umfeld, der mit Tourette lebt und die Recherche zog sich über viele Jahre. Für meinen Roman habe ich über ein paar Fakten nachrecherchiert. Die Beschreibung der Tics beruht hauptsächlich auf Beobachtungen, ein paar habe ich aus dramaturgischen Gründen erfunden.

 

Swapnix: wie ging es dir dabei, als Du Simons Geschichte und Symptome schriebst?

Tanja: Natürlich sind viele Gefühle und Erinnerungen hochgekommen und es war ein sehr intensiver Schreibprozess. Überwiegend hat es mir aber Spaß gemacht, eine Figur zu entwickeln, die ich auf eine klassische Heldenreise schicken konnte. Da ich bewusst keinen Erfahrungsbericht, sondern einen Roman geschrieben habe, konnte ich mich meist in meiner Fantasie verlieren.

 

Swapnix: Hattest du eine spezielle Intention beim Schreiben und Veröffentlichen des Buches?

Tanja: Am Anfang war die Idee, ein Buch über Tourette zu schreiben. Als ich begann, die Storyline und erste Kapitel zu entwerfen, wuchs in mir ein mächtiger Drang mit der Geschichte nicht „nur“ unterhalten. Ich dachte, je mehr Menschen ich erreiche, desto mehr kann ich für das Thema sensibilisieren und hoffentlich dazu beitragen, ein paar Betroffenen das Leben in der Gesellschaft zu erleichtern.

 

Swapnix: Gibt es aus deiner Erfahrung heraus etwas, wie wir Betroffene unterstützen können?

Tanja: Ja, auf jeden Fall. Wenn ihr einmal einem Menschen mit Tics begegnet, fände ich es freundlich, das Gespräch mit ihm zu suchen, anstatt ihn anzustarren, über ihn zu lachen oder ihn gar zu beschimpfen. Es gibt auch verschiedene Vereine, die ihr mit einer Mitgliedschaft unterstützen könnt.

 

Swapnix: Wird es die Möglichkeit geben, dich einmal zu Treffen oder Lesen zu hören? Wo und wann wäre das?

Tanja: Leider kann ich noch keine Lesungen oder eine Teilnahme an Messen planen, da ich erst gesundheitlich wieder auf die Beine kommen muss. Aber ich hoffe, dass ich in absehbarer Zeit wieder dazu in der Lage sein werde.

 

Swapnix: Und schlussendlich wüsste ich gern, ob du mittlerweile an deinem nächsten Projekt arbeitest und wenn ja, worum wird es da gehen?

Tanja: Momentan überarbeite ich ein paar Kurzgeschichten. Ich habe zwar eine grobe Skizze für einen neuen Roman im Kopf, jedoch noch nichts Spruchreifes.

 

Swapnix: Liebe Tanja, ich danke dir für das spannende Gespräch und wünsche dir und deinem Buch viele begeisterte Lesende.

 

 

(Quelle Foto: Tanka Lieberman)

 

 

07 April 2026

Interview mit Martina Streble, Verlegerin der Edition Helden, zum Crowdfunding "1000 kostenlose Comics für Schulen und päd. Einrichtungen"

 

 
 

Grüßt euch ihr Lieben, heute möchte ich euch über ein, wie ich finde, sehr wichtiges Projekt des Verlages Edition Helden, berichten, dafür konnte ich mit der Verlegerin Martina Streble, ein spannendes Gespräch führen.

Swapnix: Hallo Martina, schön dass du mir die Möglichkeit gibst, dir einige Fragen zu stellen. Bitte Stelle dich und den Verlag einmal vor.

Martina: Die Edition Helden ist ein junger Verlag, der sich komplett auf Kindercomics fokussiert hat, vor allem für das Grundschulalter. Wir finden Comics ein ideales Medium für alle, die gerade beginnen selbst zu lesen.

Swapnix: Du möchtest mit deinen Büchern Kindern die Freude am Lesen und Lesenlernen zeigen. Wie genau macht du das?

Martina: Anders als viele etablierte Comic-Verlage ist es für uns wichtiger, dass die Kinder die Schrift einfach lesen können, als dass die Schrift ganz ideal zur Illustration passt. Wir versuchen das natürlich auch, aber wir wollen möglichst wenig Hürden aufbauen. Zudem achten wir auch auf einfach lesbare Sprache. Trotzdem sollen die Bücher inhaltlich begeistern!

Swapnix: Doch durch Comics lassen sich nicht nur Begeisterung am Lesen wecken, sondern auch wichtige Themen transportieren. Deshalb läuft aktuell auch ein Crowdfunding. Bitte erzähl mir doch, um welches Buche es geht, für welches Thema damit sensibilisiert werden soll und was genau das Ziel des CF ist.

Martina: Wir haben aktuell den Comic „Ida -Keine Katzengeschichte“ (geschrieben und gezeichnet von Noah Eggert, veröffentlicht. In diesem Buch geht es um häusliche Gewalt gegen Kinder, es ist uns ein Anliegen, darüber aufzuklären. Leider ist es ja aber so, dass die Eltern, bei denen dies ein Thema ist, kein Buch dazu kaufen werden, und auch Eltern, bei denen es kein Thema ist, das nicht machen. Trotzdem möchten wir Kinder erreichen und haben uns zum Ziel gesetzt, 1000 Stück an Schulen und Nachmittagsbetreuungen zu verteilen. Alle, mit denen wir sprechen, finden das Klasse. Leider sind wir trotzdem noch weit von unserem Ziel entfernt.

Swapnix: Liebe Martina, ich danke dir für dieses Gespräch und wünsche dem Crowdfunding viel Erfolg! Das Thema häusliche Gewalt ist so wichtig und bedarf dringend mehr Aufmerksamkeit und Sensibilisierung .

Hier geht es zum Crowdfunding: 1000 Comics gegen häusliche Gewalt 

 

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Foto: Martina Streble