28 September 2026

Blogtourbeitrag zu Ann-kathrin Wasles neuem historischen Roman Lore-Ley


 



Grüßt euch ihr Lieben, am 1.10. erscheint der neueste historische Roman von @annkathrinwasle . Dieses Mal dreht er sich um Lore Ley, und ich bin schon sehr gespannt darauf!
Doch wer war diese Lore Ley eigentlich, die über dem Rhein hoch oben auf einem Felsen saß und angeblich so vielen Schiffern das Leben kostete?
Während meiner Recherchen stieß ich auf 2 Balladen und ein kurzes dialogisches Gedicht. Sie Sage über die Schönheit, mit der engelsgleichen Stimme hat viele Dichter der Romantik zu künstlerischen Ergüssen inspirierte. Eine tatsächliche Aufzeichnung dieser deutschen Volkssage konnte ich jetzt jedoch im Internet so ohne weiteres nicht finden.
Daher möchte ich euch die drei Texte, welche ich im Buch : Das große Balladenbuch von Otfried Preußler und Heinrich Pleticha aus dem K. Thienemanns Verlag Stuttgart, gefunden habe vorstellen und miteinander vergleichen.
Clemens Brentano schrieb als erstes 1800 eine 25 strophige Ballade über die Zauberin Lore Lay, deren Magie ihre Schönheit und ihre Stimme sind. Sie verführt damit Männer und reist diese dadurch in ihr Verderben. Entstanden ist dieses Verhalten durch den empfundenen Verrat ihres Geliebten, der, statt sie zu heiraten, sie betrog und in ein fernes Land zog.
Auch der Bischof, der sie vor das geistliche Gerich berief um sie zu verurteilen verliebte sich ebenfalls in sie. Dadurch konnte er sie nicht zum Tode verurteilen, sondern lässt die von 3 Rittern ins Kloster begleiten. Auf dem Weg dorthin, möchte Lore Lay noch einmal nach ihrem Geliebten Ausschau halten. Sie wähnt den Schiffer ,unter sich im Wasser als ihren Geliebten und springt zu ihm hinunter und ertrinkt. Die drei Ritter kommen zu spät und sind nun auch des Todes ( ob sie ihr hinterher springen oder zur Strafe des Todes sind, konnte ich jetzt nicht so richtig aus der Ballade Brentanos herauslesen, jedoch gibt es dort einen Dreiritter-Stein.
Am bekanntesten ist aber wohl die Ballade von Heinrich Heine, die auch auf unterschiedlichster Weise vertont wurde. Die Vertonung von Friedrich Silcher (1837) hat sicher fast jeder schon einmal gehört oder selbst gesungen.
Die Ballade Heines ist nur 6 Strophen lang. Hier geht es mehr darum, dass Lorelei, sich sirenen-gleich singend, auf dem Felsen über dem Rhein sitzend( vermutlich bei Sankt Goarshausen, auf der gleichnamigen Schiferfelswand) ihr güldenes Haar mit einem goldenen Kamm kämmt. Die Schiffer, welche unter ihr vorbeifahren ergreift ein wildes Verlangen und so kollidieren sie mir dem Dreiritter-Stein und finden den Tod. Hier gibt Heine keine Erklärung, weshalb sie die Männer alle ins Verderben stürzt.
Auch Joseph Freiherr von Eichendorff beschäftigte sich mit der Lorelei.
Hier ist sie eine Hexe der der Erzähler nachts einsam im Wald begegnet. Er verfällt ihr ohne zu wissen, wer sie ist und will sie als Braut heimführen. Doch Lorelei warnt ihn vor sich, ihr Herz wurde von ihrem Liebsten gebrochen. Doch für den Erzähler ist es zu spät und er wird den Wald nie wieder verlassen.
Welche Lore Lay Sage kennt ihr? Ich habe im Deutschunterricht von Heine und Brentanos bereits gehört, jedoch das dialogische Gedicht von von Eichendorff, den ich nur als Autor von Kunstmärchen wie Der Goldene Topf kenne, war mir neu.
Sobald das Buch von Ann-Kathrin Wasle gelesen ist, kann ich euch erzählen, welche Elemente sie sich als Vorlagen für ihren Roman hergenommen hat. Oder ihr lest den Roman selbst, denn es wird sich alle Mal lohnen!

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