#Rezension
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Im Mai dieses Jahres veröffentlichte Niels-Johannes
Günther im Self-Publishing IMPLEX WORLD. Sein Science-Fiction-Thriller malt ein
erschreckendes Bild einer komplett überwachten und ferngesteuerten
Gesellschaft.
Als Setting finden wir eine zerstörte und
wiederaufgebaute Version unserer Erde. Die meisten Menschen leben in, hunderte
Meter über der Erdoberfläche schwebenden, „Habitaten“. Wohnblocks, die kleine
Städte bilden, alle gleich aufgeteilt und austauschbar. Die Bewohner werden über
kleine Geräte am Kopf, den Implexen, gesteuert, Emotionen werden unterdrückt,
es gibt keine Streitereien und Kriege innerhalb dieser modernen Lebensräume.
Doch die kleinen Computer müssen irgendwo gebaut, die
Rohstoffe geschürft werden. Und so arbeitet die ärmere Bevölkerung, Sklaven
gleich, in Minen und riesigen Fabriken, lebt in Slums und soll noch dankbar
dafür sein.
Wir lernen John und Bahiya kennen, beide lehnen sich,
wenn auch zunächst aus unterschiedlichen Gründen, gegen das System aus
Überwachung und emotionaler Betäubung, auf. Die erste Begegnung ist Zufall,
doch sie verändert ihr Leben.
Während John nur an den Implexen und iPlexen
herumschraubt, um Emotionen während der Computer-Spiele, welche den Menschen
die Geräte einspielen, wieder fühlbar zu machen, hat sich Bahiya für den
Untergrund entschieden. Sie ist Attentäterin und versucht dem System empfindliche
Schäden zuzufügen. Durch ihren Zusammenstoß geraten beide ins Visier des
skrupellosen Überwachungsapparates und es beginnt eine Spirale aus Katz-und-Maus-Spiel,
Gewalt, Zerstörung und Tod. Und immer wieder scheint der Geheimdienst ihnen
direkt im Nacken zu sitzen oder sogar einen Schritt voraus zu sein.
Niels-Johannes Günther zeigt in seinem Thriller sehr
eindrücklich auf, wohin Überwachung, Ausbeutung und Manipulation des Denkens
und Fühlens durch eine höhere Instanz, sei es die Regierung oder seien es die
Reichen und Mächtigen, führen kann. Wir werden in Chaos, Gewalt und brutale
Kriege geschmissen. Und trotzdem können wir uns einer gewissen Faszination für
all das, was vielleicht machbar wäre, nicht entziehen.
Der Stil des Autors ist detailreich, dicht und rasant,
lässt uns als LeserInnen das Buch nicht mehr aus den Händen legen, trotz der
erschütternden und teils sehr brutalen Ereignisse, welche wir beim Lesen
durchleben.
Und am Ende lässt es uns wünschen, es möge nie so weit
kommen!
Bewertung ⭐⭐⭐⭐⭐
#SciFiThriller
#IMPLEXWORLD
#Selfpublishing

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