17 Juli 2026

Buchbesprechung zu Implex World von Niels-Johannes Günther


 



#Rezension

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Im Mai dieses Jahres veröffentlichte Niels-Johannes Günther im Self-Publishing IMPLEX WORLD. Sein Science-Fiction-Thriller malt ein erschreckendes Bild einer komplett überwachten und ferngesteuerten Gesellschaft.

Als Setting finden wir eine zerstörte und wiederaufgebaute Version unserer Erde. Die meisten Menschen leben in, hunderte Meter über der Erdoberfläche schwebenden, „Habitaten“. Wohnblocks, die kleine Städte bilden, alle gleich aufgeteilt und austauschbar. Die Bewohner werden über kleine Geräte am Kopf, den Implexen, gesteuert, Emotionen werden unterdrückt, es gibt keine Streitereien und Kriege innerhalb dieser modernen Lebensräume.

Doch die kleinen Computer müssen irgendwo gebaut, die Rohstoffe geschürft werden. Und so arbeitet die ärmere Bevölkerung, Sklaven gleich, in Minen und riesigen Fabriken, lebt in Slums und soll noch dankbar dafür sein.

 

Wir lernen John und Bahiya kennen, beide lehnen sich, wenn auch zunächst aus unterschiedlichen Gründen, gegen das System aus Überwachung und emotionaler Betäubung, auf. Die erste Begegnung ist Zufall, doch sie verändert ihr Leben.

Während John nur an den Implexen und iPlexen herumschraubt, um Emotionen während der Computer-Spiele, welche den Menschen die Geräte einspielen, wieder fühlbar zu machen, hat sich Bahiya für den Untergrund entschieden. Sie ist Attentäterin und versucht dem System empfindliche Schäden zuzufügen. Durch ihren Zusammenstoß geraten beide ins Visier des skrupellosen Überwachungsapparates und es beginnt eine Spirale aus Katz-und-Maus-Spiel, Gewalt, Zerstörung und Tod. Und immer wieder scheint der Geheimdienst ihnen direkt im Nacken zu sitzen oder sogar einen Schritt voraus zu sein.

 

Niels-Johannes Günther zeigt in seinem Thriller sehr eindrücklich auf, wohin Überwachung, Ausbeutung und Manipulation des Denkens und Fühlens durch eine höhere Instanz, sei es die Regierung oder seien es die Reichen und Mächtigen, führen kann. Wir werden in Chaos, Gewalt und brutale Kriege geschmissen. Und trotzdem können wir uns einer gewissen Faszination für all das, was vielleicht machbar wäre, nicht entziehen.

Der Stil des Autors ist detailreich, dicht und rasant, lässt uns als LeserInnen das Buch nicht mehr aus den Händen legen, trotz der erschütternden und teils sehr brutalen Ereignisse, welche wir beim Lesen durchleben.

Und am Ende lässt es uns wünschen, es möge nie so weit kommen! 

Bewertung ⭐⭐⭐⭐⭐


 #SciFiThriller  

#IMPLEXWORLD 

#Selfpublishing 


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