03 Januar 2026

Rezension zu Ordo Draconis Wenn die Drachen erwachen 3 - Aufruhr von C.C. Ravenmiller/ C.A. Raabe

 


 
 
Titel: Ordo Draconis- Aufruhr
Autor: C.C. Ravenmiller / C.A. Raabe
Teil einer Reihe: Teil 3 von 4 der Reihe Wenn die Drachen erwachen
Covergestaltung: Phantasmal Image
Formate: E-Book, Taschenbuch
Seiten: Taschenbuch 372 Seiten
Genre: Fantasy
Sterne: ⭐⭐⭐⭐⭐ 
 
Dieses Ebook wurde mir freundlicher weise durch den Autor als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst jedoch weder meine Meinung noch meine Beurteilung des Buches. Aufmerksam wurde ich durch Flüsternde Seiten auf dieses RezensentInnensuche. 
 
Gelungener 3. Teil der Ordo Draconis Reihe. 
 
In diesem Teil lernen wir den Drachenorden von Wales kennen. Allerdings haben weder Meritan noch Eluned so richtig eine Ahnung worum es eigendlich geht.
Nach dem Meritan ihrer Nichte auf der Beerdigung ihres Bruders zur Seite steht, passieren seltsame Dinge auf dem Familienanwesen. Plötlich hören sie Stimmen im Kopf, und zwar die Stimme der sehr missgelaunten und herrischen Feuer- Drachendame Y-Jean’ffyr. Denn diese steckt dummerweise in einem Felsen west, nachdem sie erwachte, und die beiden Frauen haben, wie es scheint von nichts eine Ahnung.
Eluned soll Jeane ( wie die Drachin genannt wird) mit einem speziellen Hammer und Meißel aus dem Felsen befreien doch sie ist keine Geologin oder Statikerin und braucht daher Unterstützung.
Dann spitzen sich die Ereignisse zu uns es muß alles schnell gehen, damit es nicht zur Katastrophe kommt.
C:C: Raavenmiller schafft es wunderbar eine eigene Geschichte zu schreiben, die sich dennoch perfekt in die bisher erschienenen Teile einfügt. Die Lebenswelt der beiden Waliserinnen sind gänzlich andere, sie wissen anfangs noch nicht dass es tatsächlich Elfen und andere Wesen auf dieser Welt gibt, sind dabei dennoch unwissender Weise von diesen umgeben.
Die Hauptpersonen sind vielschichtig gestaltet, Meritan, als ehemalige Agentin, ist besonnen, Analytisch und planend, während Eluned in ihrer Art eher stürmisch, quirlig und emotional agiert. Sie sieht nicht ein, weshalb sie sich von einer Drachendame herum kommandieren lassen soll, möchte auch ihr Privatleben weiterleben. Manchmal erschien sie mir sehr trotzig, wie ein Teenie, doch dürfen wir beim Lesen nicht vergessen, dass sie Trauert, sie hat ihren Vater verloren und sieht sich plötzlich vor eine sehr große Aufgabe gestellt.
Die Geschichte war unheimlich spannend erzählt, nach und nach sind die Puzzle Teile an ihre Plätze gerutscht, doch als das Gesamtbild fertig war, war es schon fast zu spät!
Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, was dazu führte dass ich es in 2 Nächten durchgelesen hatte.
Natürlich kann man alle Drachen-Geschichten unabhängig von einander lesen, jedoch empfiehlt es sich, zum noch besseren Verständnis, die Geschichten nach der Reihe zu lesen.
Nun heißt es warten, auf Februar, bis auch der 4. Drache erwachst und es zum fulminanten Showdown kommen wird.
Diese Geschichte als einzelne, so wie auch die gesamte Reihe, kann ich einfach nur empfehlen zu lesen. Sie machen viel Spaß und sind sehr spannend und rasant erzählt. 
 
 
 
 

19 Dezember 2025

Rezension zu Pampiger Puderzucker von Jasmin Zipperling, erschienen in der Edition Roter Drache


 

 
 
 
Pampiger Puderzucker von @jzipperling aus der @editionroterdrache mit Illustrationen von @kiranadraws
Ich erhielt das Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar, dies beeinflusst jedoch keines Falls , meine Meinung und meine Beurteilung des Buches.
Eine wunderschöne weihnachtliche Geschichte mit sehr passenden farbigen Illustrationen.
Nami wünscht sich nichts mehr, als einmal mit ihrer Mutter zusammen den Heiligen Abend zu verbringen, doch immer muss sie arbeiten! Da wird sie endlich in das Familiengeheimnis eingeweiht , welches schier unglaublich ist!
Wir treffen liebe alte Bekannte aus den vorherigen Bänden von Jasmin Zipperling und wieder hat sie sich tolle Besonderheiten in ihrer Weihnachtswerkstatt ausgedacht.
Und am Ende erhalten alle genau die Geschenke die sie gerade brauchen!
Jasmin Zipperling gelang mit Pampiger Puderzucker eine wunderschöne diverse Weihnachtsgeschichte, die Kinder voller Spannung verfolgen und staunen lassen. Ich habe das Buch komplett einmal vorgelesen, während der Vorlesestunde in unserer Bibliothek und die Kinder waren genaus so begeistert wie ich, von der Geschichte sowie den wunderschönen Bildern!
Dies Buch ist eine absolute Leseempfehlung für alle die keine Weihnachtsgeschichten voller Klischees lesen möchten, sondern Vielfalt und Diversität entdecken möchten. 
 
 
 

18 Dezember 2025

Ehrung durch den Bürgermeister der Stadt Immenhausen für das regelmäßige ehrenamtliche Vorlesen

 

 

 







Heute wurde ich bei der #vorlesestunde in der Stadt- und Schulbücherei Immenhausen von unserem Bürgermeister Lars Obermann überrascht. Er bedankte sich sehr herzlich für die regelmäßigen ehrenamtlichen Vorlesestunden und überreichte mir einen riesen Blumenstrauß, einen netten Brief und Schokolade.

Ich habe mich unheimlich über die Würdigung meiner Bemühungen, Kindern regelmäßig eine schönes Zeit mit tollen Geschichten zu schenken, gefreut und freue mich auch schon auf das neue Vorlesejahr !
Heute wurde es weihnachtlich, und mit Jasmin Zipperling Autorin s Pampiger Puderzucker, welches dieses Jahr in der Edition Roter Drache erschien, las ich den Kindern meine ganz besondere Geschichte vor !
Die Kinder, ob Jungen oder Mädchen waren durchweg begeistert, und ich habe das Buch bis zum Ende gelesen, womit die Kinder über eine Stunde zugehört und teilweise parallel dazu ein bisschen ausgemalt haben.
Sie wollten nämlich alle wissen wie es ausging mit der Weihnachtsfamilie!
 

 

 

 

 

14 Dezember 2025

Rezension zu Stellar- Liebe bis zu den Sternen von Tina Hörnicke

 


 
Mit Stellar- Liebe bis zu den Sternen ist der Autorin Tina Hörnicke, ein spannendes mitreissendes Jugend Fantasy Roman Debüt gelungen.
Wir lernen Sanny kennen, sie zieht nach dem Verlust der Mutter, mit ihrem Vater nach Schottland. Dort begegnet sie Darius, dem Tänzer, der immer wieder plötzlich aus dem Nichts aufzutauchen scheint und seinem bissigen Bruder.
Sanny liebt es, die Sterne zu beobachten, doch plötzlich wird sie verfolgt und bedroht, und darf sich nicht mehr nachts im Freien aufhalten, wenn sie nicht gefahr laufen will, dass ihr etwas passiert.
Schon sehr bald überschlagen sich die Ereignisse und gemeinsam mit ihrer besten Freundin, Darius und desen besten Kumpel machen sie sich auf, eine Lösung für die Gefahr zu finen in der sie zu schweben schein.
Mit Sanny hat Tina Hörnicke eine toughe junge Erwachsene entwickelt, die sich nicht einschüchtern lässt, sondern Probleme lieber angeht. Sie hört auf ihr Bauchgefühl lässt sie aber auch immer wieder in brenzliche Situationen kommen.
Wie gut das fast immer Darius zur Stelle ist um ihr bei zustehen.
Darius hat eine Bestimmung, doch viel lieber möchte er Tänzer sein, und ist dabei auch noch richtig gut. Nur leider zieht er damit mehr Aufmerksamkeit auf sich, als der Familie lieb ist und so muss er seine Kariere aufgeben. Er hadert sehr damit, das seine Liebe zum Tanz nicht von der Familie akzeptier wird und wünscht sich aber auch Anerkennung, gerade von seiten der Mutter.
Die Hauptcharacktere sind sehr plastisch ausgearbeitet und machen im Laufe der Geschichte eine spannende Entwicklung durch, dadurch wirken sie sehr autentisch.
Das Buch hatte ich tatsächlich innerhalb weniger Abende durch,weil es mich einfach nicht mehr los gelassen hat und ich unbedingt wissen wolte wie es weitergeht.
Allerdings fand ich einige Szenen, gerade zum Ende hin auch recht heftig, so ist das Buch also nicht nur romantisch sondern hat durchaus auch seine kämpferischen ja teils harte Seiten.
Doch es hat mich sehr in Atem gehalten, die Liebesgeschichte war für mich sehr passen und stimmig, genau in der richtigen Geschindigkeit.
Stellar- Liebe bis zu den Sternen bekommt von mir sehr klar ⭐⭐⭐⭐⭐

#Rezensionsexemplar 
#StellarLiebebiszudenSternen 
#Debüt 
#Romantasy  
#Jugendfantasy 

11 Dezember 2025

Interview mit der Unbekannten Dichterin zur Veröffentlichung von Wolfsprinzessin

 


 
 
 
Heute möchte ich euch die @unbekanntedichterin und ihr frisch erschienenes Buch Wolfsprinzessin vorstellen. UnDi war so lieb, mir dazu ein paar Fragen zu beantworten, denn die Leseprobe hat mich enorm neugierig gemacht!
 
Swapnix: Hallo UnDi, bitte erzähl doch mal etwas zu dir? Wie bist du zum Schreiben gekommen, was machst du wenn du nicht schreibst. 
 
UnDi: Ich habe schon in der Grundschule angefangen zu schreiben. Literatur ist die Konstante in meinem Leben. In allem anderen war immer viel Bewegung. Das Schreiben ist meine Große Liebe – entsprechend innig, aber manchmal auch kompliziert ist unsere Beziehung.
 
Swapnix: Wie lange hast du an Wolfsprinzessin gearbeitet, von der ersten Idee bis jetzt zur Veröffentlichung und worum geht es überhaupt?
 
UnDi: Puh. Dieser Text hat eine sehr lange Entstehungsgeschichte.
Vielleicht erzähle ich erstmal, worum es geht.
Ich beschreibe den Roman als Figurenfantasy mit Metaebene. Es gibt viele Figuren und Perspektiven, und die inneren und äußeren Verstrickungen der Figuren stehen im Mittelpunk. Im Kern ist es die Geschichte einer Prinzessin, deren Anspruch auf den Thron durch ihren Zwillingsbruder in Frage gestellt wird. Und neben der Erzählung gibt es eine Stimme, die ab und zu auftritt und die Lesenden direkt anspricht. Sie thematisiert das Erzählen, seine Voraussetzung und die Rolle der Lesenden. Es ist ein bisschen ungewöhnlich, aber ich wollte zeigen, dass das Nachdenken über das Erzählen nicht im Widerspruch dazu steht, in eine Geschichte einzutauchen und sie zu genießen. 
Von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung des Romans sind fast 20 Jahre vergangen.
Die Geschichte und manche der Figuren begleitet mich schon mehr als mein halbes Leben. Ich habe mit und an ihr Schreiben gelernt. Die erste Version entstand als ich etwa 15 war und im Laufe der Jahre schrieb ich dann drei weitere Versionen. Manche Figuren und Handlungselemente sind durch alle Versionen erhalten geblieben, aber es gibt auch deutliche Unterschiede. Über die Entstehungsgeschichte des Romans könnte man wahrscheinlich ein eigenes Buch schreiben. 😃
Aber um es kurz zu machen: 2017 begann ich mit der vierten Version, kam aber nach einigen Kapiteln ins Stocken. Ich kann gar nicht genau erklären warum. Und dann hatte ich 2020 die zündende Idee: die Metaebene. Im Herbst 2021 gab es dann den First Draft der Wolfsprinzessin, wie ihr sie jetzt lesen könnt.
Meine ganze Schreibentwicklung steckt in diesem Text. Er ist ein Kind der Liebe meines 15-Jährigen Ichs, voller großer Gefühle, und meines 25-Jährigen Ichs, das sich im Studium mit Literaturtheorie beschäftigt hat. 
 
Swapnix: Was hat es mit der Autorenperson Elisa Miller auf sich? 
 
UnDi: Elisa Miller ist eine Autorenfigur. Der Name ist also kein Pseudonym, das für mich steht. Ich würde mich auch nicht damit ansprechen lassen. Sie ist eine Figur, also Teil des Textes (könnte also theortisch auch im Text auftreten…) Es ist eine metatextuelle Spielerei und ein bisschen meine schriftstellerische Schüchternheit.
 
Swapnix: Wie können wir uns die Welt vorstellen, in der deine Geschichte spielt?
 
UnDi: Die Welt von Wolfsprinzessin hat viel, was man sich „klassisch“ unter Fantasy vorstellt, eine mittelalterlich anmutende Kulisse und ein patriarchal-monarchisches Gesellschaftssystem. Diese Strukturen werden aber nicht romantisiert. Und ich habe die Welt ein bisschen der Fantasy typischen Zeitlosigkeit entzogen, wir bekommen also Hinweise, dass diese Welt sich technologisch und gesellschaftlich entwickeln wird.
Das Magische oder Übernatürliche ist in dieser Welt meist subtil und selten auf den ersten Blick erkennbar. Eine wichtige Rolle spielen die Elemente. Die Religion, der die meisten Figuren angehören, verehrt eine Schöpfergottheit und vier Elementargottheiten. Außerdem gibt es einen göttlichen Widersacher, der ursprünglich ebenfalls zu den Elementaren gehörte. Und es gibt Legenden, dass die Elemtaren auch Kinder mit Menschen gezeugt haben, deren Nachkommen noch immer das göttliche Erbe in sich tragen...
 
Swapnix: Stell uns doch bitte 3 Hauptfiguren deiner Wahl vor: 
 
UnDi: Ich würde ja behaupten, es sei eine schwierige Aufgabe, aus all den Figuren drei zu wählen, aber ich treffe sie jetzt einfach spontan und ein bisschen persönlich, dann ist es leicht. 🙂
Vielleicht beginnen wir mit der Titelfigur: Liria von Askaros. Der Wolf ist das Wappentier ihrer Familie, wird aber im Laufe der Geschichte eine zweite Bedeutung für sie bekommen. Sie ist die rechtmäßige Thronerbin, doch es hat den Anschein, dass insbesondere ihre Mutter ihr dieses Erbe nicht recht zutraut und sie selbst strotzt auch nicht gerade vor Selbstbewusstsein.
Insbesondere im ersten Teil spielt außerdem Jannest eine wichtige Rolle. Er ist der Sohn des Elementers der Königin, also eine Art Magier, der die Elemente beherrscht. Jannest ist eine sehr ambivalente Figur, die sehr mit sich und seiner Stellung in dieser Welt hadert und mit seinen Loyalitäten ringt.
Meine dritte Wahl ist Tharinja von Travos. Sie ist der Figurentypus „toughe Frau in einer männerdominierten Welt“, aber sie hütet auch ein dunkles Geheimnis. Ich verkneife mir meist, zu sagen, was ich über sie denke, weil ich die Wahrnehmung der Lesenden nicht beeinflussen will. Es macht schon Spaß, eine Figur zu schreiben, die so – sagen wir: direkt ist. 
 
Swapnix: Werden wir dich auf Events Treffen und Lesungen lauschen können? 
 
UnDi: Ja! Ich war im November auf der PottPhantastika und das hat mir großen Spaß gemacht. An Lesungen muss ich mich ehrlichgesagt noch gewöhnen, aber auch darauf habe ich Lust. Allerdings kann ich da im Moment noch keine festen Ankündigungen machen. Geplant ist auf jeden Fall die Krähenfee in Krefeld nächsten August.
 
Swapnix: Abschließend wüsste ich gern: schreibst du denn schon an den nächsten Teilen? Oder hast du ein anderes Projekt an welchem du arbeitest? 
 
UnDi: Die Wolfsprinzessin ist mit „Ruf des Mondes“ und „Sturz ins Feuer“ in sich abgeschlossen. Aber ich arbeite tatsächlich an einer Fortsetzung. Ich habe auch noch andere Fantasy-Projekte, aber das nächste, was ich gerne zur Welt kommen lassen will ist keine Fantasy, sondern ein Roman mit jugendlichen Protagonist*innen in der nicht minder herausfordernden Realität. Arbeitstitel: Queers&Robots.
 
Swapnix: Liebe UnDi, ich danke dir für das nette Gespräch und wünsche deiner Wolfsprinzessin einen tollen Start in die Buchwelt und viele begeisterte Lesende!
 
(Quelle Foto: @fakriro )
 
 
 

04 Dezember 2025

Interview mit Loki zum Abschluß der Valkyrie Reihe von Tina Skupin, erschienen im Verlag Ohneohren


 

 
 
 
Grüßt euch, der heutige Tag begint mit einer Tragischen wie ebensoguten Nachricht: Die Valkyrie- Reihe um Frida, die Donnerdrachen und Loki, geschrieben von Tina Skupin und erschienen im Verlag ohneohren , ist zuende. Das Finale ist unlängst erschienen und Frida und Co werden mir sehr fehlen! 
 
Aber: Ich hatte endlich, nach langem Hoffen die Möglichkeit ein Interview mit Loki zu führen! Lets go! 
 
 
Die Autorin @valkyrie_tina gemeinsam mit Loki betreten den Raum. Tina ist sichtlich nervös, während Loki aussieht, als wäre er auf einem Ferienspaß. 
 
Swapnix: Ich habe hier mal 5 fragen an Loki:  
Wie sieht dein Verhältnis zu Frida aus? Oder habt ihr überhaupt eins ? 
 
Loki: Mein Verhältnis zu Frida? Du willst sicher keine Details, sonst würde dein Blog NSFW.
*Tina's rechte Auge zuckt.
 
Loki: Ich meine, Frida ist eine großartige Frau. Ein wenig naiv, ein wenig auf eine Sache ausgerichtet, und ihre Bewunderung für Odin hab ich ehrlich gesagt nie verstanden, aber ...
*Tinas Hände krampfen zusammen
 
Loki: Natürlich haben wir als Erzfeinde begonnen, aber du weißt ja, wie man so schön sagt...
Tina: Ok, ich kann mir das nicht mehr anhören!
 
*Stimme aus dem Off: Hillary, du hast gewonnen. Sie hat nicht mal bis zur zweiten Frage durchgehalten.
Tina: Wir hätten doch Frida als zweiten Interviewpartner für dich mitnehmen sollen. Ich kann nicht glauben, dass sie sagte, es wär keine gute Idee. 
 
*Frida's Stimme aus dem Off: Du hast dir den ausgedacht. Dann kannst du die Interviewsuppe jetzt auch auslöffeln.
 
Tina: Loki's Verhältnis zu Frida war von Anfang an sehr komplex. Frida als Odins Walküre war darauf eingeschworen, den großen Feind von Asgard zu hassen, und Loki hatte nach tausend Jahren endlich wieder jemanden, auf den er seine Rache konzentrieren konnte. Aber... es gab halt kein Asgard mehr, und tausend Jahre sind eine lange Zeit. Sie hätten sich in Frieden trennen können, aber dann hat Loki Frida in seinen Dienst gezwungen. Ab dem Moment wusste ich: entweder die beiden kommen am Ende von Buch vier zusammen, oder Frida erschlägt ihn mit seinem eigenen Schwert. Dazwischen gab es nichts.
 
Loki: Es war das klassiche Enemies to lovers.
 
Tina: Es war das klassiche Enemies to What the fuck are you doing here to ... yeah, love, maybe.
 
Swapnix: Ich muss fragen. Loki, du sagtest, Frida wäre zu sehr auf eine Sache ausgerichtet. Was genau...
 
Tina und Loki zusammen: Schwert!
 
Loki: Egal worum es geht, Frida schnappt sich ein Schwert und geht drauf los. Sie könnte mal was ignorieren, könnte mal wegschauen. Aber nein. SCHWERT!
 
Swapnix: Was genau ist dein Plan ? Ich verrat ihn auch niemandem 
 
Loki: Das ist gut. *grinst* Ich verrate meine Pläne auch niemandem. Und es ist immer mehr als einer. 
 
Tina: Nicht mal ich weiß, was derzeit deine Pläne sind. Wenn ich raten dürfte, Odin, auf die Nerven gehen?
 
Loki nickt: Ja, der ist gut. Odin auf die Nerven gehen. Und Tyr. Ach, den kennt ihr ja noch gar nicht. Habt ihr ein Glück!
 
Swapnix: Am Ende von Band 2 hatte ich tatsächlich das Gefühl dass du die Seiten gewechselt hast oder täuschte mich das ?
 
Loki: Ich ... ja. Das hab ich. Ich war immer sehr egozentrisch, hab wenig an andere gedacht. Ich mein, ich hab mich zum Jarl der Donnerdrachen gemacht, hab sie zum Ende der Welt geschleift, weil es da was gab, was ich haben wollte. Aber als ich alles verloren hab, als ich wusste, das ist mein Ende, und ich hab die anderen da mit reingezogen... da hab ich beschlossen, ich werd mich einmal wie ihr Jarl verhalten, werd auf meine Leute aufpassen, und sie heimbringen, damit wenigstens sie sicher sind.
 
Tina: ... Und dann hat Frida dich angezündet.
Loki: ... und dann hat Frida mich angezündet.
 
Swapnix: Wenn du dir aus den Stockholmer Gefährten eine Truppe zusammensetzten könntest, wen hattest du gern an seiner Seite und warum ?
 
Loki: Ich würde niemand anderen an meiner Seite haben wollen als die Donnerdrachen. Thure und Maja sind unser ruhiges Herz. Sie sorgen dafür, dass alles seinen Gang geht. Frida organisiert alles, fühlt sich für alles zuständig und stürzt sich in jeden Kampf. Albin und Bragi... sind so jung. Neben ihnen fühl ich mich wie ein Dinosaurier mit meinen 1600 Jahren. Aber es ist gut, ihre Energie und ihre schiere Lebenslust zu kennen. Und ihre Partner, Ibba und Skip, sind so gut für unsere Truppe. Sie mögen mich glaub ich nicht besonders. Und das ist okay. Hillary ist... *zögert* Hillary.
 
Nein, ich würde niemand anderen wollen. Und ich trauere um die, die wir verloren haben und verlieren werden bei der letzten Schlacht. 
 
Swapnix: Jetzt steht der große Show down an , hättest du gern noch ein paar mehr Abenteuer und Kämpfe mit Frida und Co erlebt?
 
Loki: Wenn ich mich selbst zitieren darf: "Ich wollte Ruhe, nicht das Ende der Welt." Ich wollte einfach mal leben, in der Ostsee baden, im Strabant ein Bier trinken. Stattdessen- Ragnarök. Und laut den Nornen ist es unausweichlich. Aber ich glaube, selbst die Nornen haben nicht mit Frida gerechnet. Wenn jemand einen Weg findet, dann ist sie es. Wenn Ragnarök das Ende von allem ist, sterben wir so, wie Frida es sich gewünscht hat, auf dem Schlachtfeld, mit dem Schwert in der Hand und mit ihren Freunden. Und falls wir es überleben... dann mach ich mir eh keine Sorgen, dass Frida neue Kämpfe finden wird. 
 
 
Swapnix: Ok, Wow, das war ja mal ein Interview der anderen Art! Aber immerhin!! Ich hab ein Interview mit Loki! Wer kann das schon von sich sagen!!! 
 
( Quelle Mock-up: Verlag ohneohren)

26 Oktober 2025

Interview mit Ulrike Serowy anlässlich ihrer neuesten Veröffentlichung ImSchutzraum in der Edition Outbird


 

 
 
 

Anlässlich der neuesten Veröffentlichung in der Edition Outbird ist es an der Zeit, Ulrike Serowy mal wieder ein paar spannende Hintergründe zu entlocken!

 

Sabrina: Liebe Ulrike, nach dem du 2022 mit „Wölfe vor der Stadt“ eine sehr ruhige, düstere, aber eingängige Geschichte veröffentlichtest, weisen „Highway to Hel“ und „Im Schutzraum“ ganz andere stilistische Elemente auf.

Was würdest Du sagen, hat zu dieser Entwicklung geführt?

 

Ulrike: Du hast Recht, die Geschichten sind sehr unterschiedlich, sowohl was die Form als auch was den Inhalt angeht. Und du hast Recht, natürlich entwickelt sich mein Schreiben, aber es entwickelt sich nicht fortlaufend in eine bestimmte Richtung; im Grunde schreibe ich immer so, wie es die jeweilige Geschichte verlangt. Das kann man skurril-gruselig sein, romantisch-verträumt oder auch dystopisch-finster, so wie bei „Im Schutzraum“. Mir kommen Ideen zu ganz unterschiedlichen Geschichten, und es ist gut möglich, dass mein nächstes Buch im Ton wieder ganz anders ist – oder sich vielleicht auch an einem seiner Vorgänger orientiert; eben je nachdem, was mir für die Geschichte, die erzählt werden will, am passendsten erscheint.

 

Sabrina: Du hast ja zwischenzeitlich auch bei anderen Verlagen veröffentlicht, wie sind diese Bücher stilistisch einzuordnen?

Ulrike: Beim House of Inkantation sind unter anderem meine Erzählung „Heimkehr“ und mein Lyrikband „Träume und Gespenster“ erschienen. Wie genau man „Heimkehr“ einordnen würde, kann ich gar nicht genau sagen – vielleicht als neoromantische, vielleicht auch als neosymbolistische Novelle. „Im Schutzraum“ dagegen ist zwar ebenfalls eine Novelle, aber hier passt vermutlich die Bezeichnung „postmodern-dystopisch“ besser. Aber wie du siehst, bin ich keine Expertin darin, diese Dinge eindeutig zu benennen.

 

Sabrina: Manche hast du nicht allein geschrieben, wie kam es zu den Zusammenarbeiten und wie unterscheiden sich diese Bücher von denen, die du allein veröffentlichtest?

 

Ulrike: Geschrieben habe ich die Bücher schon alleine, aber es gab Kollaborationen auf anderen Ebenen. So hatte mich die Kölner Black-Metal-Band Beltez gefragt, ob ich eine Geschichte zu ihrem Album schreiben wollte. Daraus ist eine wunderbare Kooperation entstanden, aus der meine Geschichte „Black Banners“ bzw. auf Deutsch „Die Festung“ und das Album „A Grey Chill and a Whisper“ hervorgegangen sind.
Eine weitere Kooperation war die EP „Fensterverse und Nachtgespinste“, auf der Mosaic aus Thüringen einiger meiner Gedichte auf sehr eigenwillige, eindringliche Art vertont haben.

 

Sabrina: Was ist für dich das Besondere an lyrischen Texten?

Ulrike: Dass sie Sprache ganz anders verwenden als Prosatexte. Lyrik ist das Ausdrucksmittel der Wahl, wenn man eine Emotion, einen Eindruck oder auch eine Aussage mit großer Eindrücklichkeit vermitteln will, mit weniger, aber besonders sorgfältig gewählten Worten. In Lyrik ist Sprache in höchstem Maß verdichtet, zuweilen auch gebunden (wobei reim- und versgebundene Dichtung noch immer eher einen schweren Stand hat, soweit ich das überblicken kann).

 

Sabrina: Auch die Musik begleitet dich nun schon seit geraumer Zeit, würdest du sagen, dass sich Musik und Schreiben gegenseitig beeinflusst, und falls ja, wie?

 

Ulrike: Musik inspiriert und sie kann helfen, eine Stimmung zu erzeugen oder zu vertiefen. Auch kann das Schreiben Musik um die Worte ergänzen, die sie nicht hat, es kann den ungesagten Sehnsüchten, Schmerzen und Rätseln der Musik einen konkreten Ausdruck geben. Deswegen liebe ich Kooperationen mit Bands und Musikern so und bin immer offen für Projekte, die Musik und Literatur miteinander verbinden.

 

Sabrina: Mit der Novelle „Im Schutzraum“ hast du etwas ganz Neues geschaffen, was hat dich dazu inspiriert, und wie ging es dir beim Schreiben?

Ulrike: Die Inspiration zu „Im Schutzraum“ kam von dem Ort, an dem sie spielt – dem Zivilschutzraum in Köln, in der U-Bahn-Haltestelle Kalk-Post, der im Kalten Krieg eingerichtet wurde. Dieser Schutzraum wird auch „Atombunker“ genannt, obwohl es kein richtiger Bunker ist, also nicht vor einer Atombombenexplosion selbst schützen könnte, sondern nur vor deren Folgen. Die Idee hinter diesen Raum war, dass im Falle eines Angriffs die Passanten von der Straße in den Schutzraum fliehen und dort Schutz vor der atomaren Kontamination finden sollten. Ich habe diesen Schutzraum im Zuge mehrerer Führungen besichtigt und war erschüttert davon, wie bürokratisch-durchreguliert und doch vollkommen dysfunktional dieser Ort ist. Am Ende der Führungen waren wir Besucher uns ziemlich einig, dass wir im Fall des Falles doch lieber draußen wären als drinnen…

Was diesen Ort so beklemmend macht, habe ich in der Geschichte verarbeitet, und ich habe die Idee weitergesponnen, wie es wohl wäre, wenn wirklich auf einen Schlag mehrere hundert einander fremde Menschen in einem unterirdischen Komplex eingeschlossen würden. „Im Schutzraum“ ist dabei keine Horrorstory, in der gemetzelt und zerfleischt wird, denn es ging mir eher um die Mechanismen von Gehorsam und Kooperation, und um die Frage, wie weit sich verordnete Notwendigkeiten und eigenes Unrechtsbewusstsein miteinander vereinen lassen. Um den Leser mit dieser Frage zu konfrontieren, habe ich für „Im Schutzraum“ die Du-Perspektive gewählt, so dass man sich mitten in der Geschichte wiederfindet und immer wieder mit dieser Frage konfrontiert sieht: „Was würdest du tun?“

 

Sabrina: Kannst du uns etwas über zukünftige Projekte verraten, schriftstellerische sowie musikalische?

Ulrike: Gerne – es wird, vermutlich nächstes Jahr, eine Neuauflage der Novelle „Heimkehr“ geben, dieses Mal mit eigens dafür komponierter Musik. Außerdem sammle ich Ideen für und schreibe an verschiedenen Projekten, zum Beispiel einer Fortsetzung von „Highway to Hel“!

 

Sabrina: Abschließend wüsste ich gerne noch, bei welchen Events wir dich lesen hören und treffen können.

Ulrike: Als nächstes werde ich auf dem Gothic Literature Festival im wunderschönen Bacharach sein; danach steht am 08. November die Premierenlesung von „Im Schutzraum“ an, im Buchladen Kalker Hauptstraße in Köln. Am 23. November bin ich dann im Werk 2 in Leipzig bei den Endlichkeitsdialogen dabei, wo ich aus „Highway to Hel“ lese, und am letzten Novemberwochenende findet in Köln der Dark Daze Market statt, wo ich mit meinen Büchern sein und auch aus „Im Schutzraum“ lesen werde. Und im nächsten Jahr geht es dann natürlich weiter.

 

Sabrina: Liebe Ulrike, ich bedanke mich herzlich für dieses Interview und die spannenden Hintergründe zu deinem Schaffen!

 

Ulrike: Ich danke dir für die Gelegenheit!

 

 


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( Quelle Foto: Edition Outbird)