19 März 2026

Interview mit Yelco ( ser Rugoth) dem Protagonisten aus dem gleichnamigen Band der Flüchtlings-Chroniken von Michael Knabe


 

 


 

Grüßt euch ihr Lieben! Heute möchte ich euch Yelco vorstellen, er ist der Haupt- Protagonist aus dem gleichnamigen 5. Band der Flüchtlings-Chroniken.

Dafür hatte ich die Möglichkeit, mit Yelco selbst zu sprechen.

 

Swapnix: Sei gegrüßt Yelco, bitte stell dich kurz den Lesenden vor. Wer bist du und wo/in welcher Welt lebst du?

Yelco: Marons Gruß, verehrte Hüterin der Schriften! Ich bin … Oh je, das ist im Moment etwas schwierig zu beantworten. Gestern hätte ich noch gesagt: Yelco ser Rugoth, Sohn des Grafen Yoreth, des Königlichen Generalissimus von Soloa im Inselrund. Meine Heimat Soloa wurde früher von ihren Nachbarn respektiert und gefürchtet, aber davon ist wenig übrig, seit der Diktator von Levanon unsere Heimat immer wieder angegriffen hat.
Und was ich bin? Heute würde ich nur zu gern sagen: Offizier Ihrer Königlichen Hoheit. Aber das ist … schiefgegangen, um es ganz vorsichtig zu sagen.

 

Swapnix: War es dein Wunsch Offizier zu werden? Oder hättest du lieber einen anderen Beruf gewählt?

Yelco: In meiner Familie wird man einfach Offizier, das ist seit Generationen so. Früher gehörte meinen Vorfahren eine Grafschaft, aber die wurde von der Wüste geschluckt und die Nachfahren teilen sich heute Ämter am Königshof. Mein Familienzweig trägt den Wappenrock der Königin. Ich habe niemals überlegt, was ich sonst tun könnte … bis zum Gespräch mit dem Generalissimus. Dem habe ich gesagt, ich könnte auch ein ehrloser Schäfer werden. Keine gute Idee, das könnt Ihr mir glauben. Aber das ist ein ziemlich schmerzliches Thema.

 

Swapnix: Was ist da passiert am Tag deiner Offiziers-Weihe?

Yelco: Oh je. (schluckt) Ich verstehe das selbst nicht ganz. Kurz gesagt: Ich habe die Rüstweihe im Maronstempel verschlafen, einfach verschlafen. So sieht es zumindest der Generalissimus. Aber warum haben meine Freunde mich nicht wachrütteln können? Sie sagen, ich wäre gelegen wie ein lebender Toter und sogar ein Eimer Wasser hätte mich nicht geweckt. Jedenfalls bin ich trotzdem zur Verleihung der Patente gekommen. Das war eine ganz, ganz schlechte Idee. Ich sehe noch, wie sie mein Patent zerrei… Egal.
Jedenfalls hat der Generalissimus beschlossen, dass ich es nicht verdient habe, Offizier in der Armee Ihrer Majestät zu werden. Im Moment diene ich als einfacher Lanzenträger.
Damit nicht genug: Seit heute früh bin ich auch kein ser Rugoth mehr. Der Generalissimus hat mich aus der Familie geworfen. Vielleicht hätte ich mein Temperament mehr zügeln sollen – aber ich konnte es ihm noch nie recht machen, in meinem ganzen Leben nicht, und da ist mir einfach der Kragen geplatzt.
Vielleicht spielt es eine Rolle, dass ich nach meiner Mutter komme, die aus Comath stammt. Sie hat so dunkle Haut und so schwarzes Haar wie ich. Hier in der Königsstadt Ven’h muss man komischerweise aussehen wie einer aus Levanon und die meisten Leute halten Comath für eine rückständige Grafschaft voller Faulenzer und Taugenichtse. Lacht bitter. Ich habe immer versucht, doppelt so gut zu sein wie die anderen, aber Ihr seht ja, verehrte Hüterin, wohin mich das gebracht hat.

 

Swapnix: Was hast du nun vor? Hast du Freunde zu denen du gehen kannst?

Yelco: Als Soldat habe ich keine eigene Wahl. Mein Marschbefehl lautet: Reite zu Onkel Maneyan, dem Grafen von Comath, und melde dich zum Dienst in seiner Armee. (Seufzt.) Comath! Weiter weg von der Hauptstadt konnte er mich gar nicht einsetzen. Onkel Maneyan genießt in meiner Familie einen Ruf als Hallodri und Narr. Kein Wunder, er ist ja aus Comath! Wer weiß, vielleicht finde ich dort eine Heimat, in die ich einfach hineinpasse?

 

Swapnix: Wie würdest du die aktuelle politische Situation (im Buch ) beschreiben und wo wird sie sich vermutlich hin entwickeln?

Yelco: Der Generalissimus ist überzeugt, dass er Levanons Flotte in Grund und Boden rammen wird, wenn der Diktator uns noch einmal angreift. Ich bin da keineswegs so zuversichtlich, verehrte Hüterin. Ganz unter uns: Vor ein paar Jahren hat mein Va… der Generalissimus eine komplette Flotte gegen Levanon verloren und sie haben zwei der größten Grafschaften auf den Nachbarinseln erobert. Wenn sich nicht etwas Entscheidendes ändert, stehen in zwei, drei Jahren levanische Soldatenstiefel an dieser Stelle.

 

Swapnix: Würdest du bei dieser Entwicklung eine Rolle spielen wollen?

Yelco: Ich wäre bereit, mein Leben zu geben, um den Diktator aufzuhalten! (Etwas leiser:) Ich weiß ja gar nicht, wo ich jetzt noch hinpasse. Aber, verehrte Hüterin, ich werde tun, was ich kann, auch als Lanzenträger, soviel steht fest.

 

Swapnix: Wen und warum hättest du bei einem Kampf am liebsten an deiner Seite?

Yelco: Comeyo ist mein Freund seit frühesten Tagen, aber er wird eine Offiziersstelle in der Waldgrafschaft antreten, zusammen mit seinem Zwillingsbruder. Aber er wäre es. Wir sind wie Pech und Schwefel und würden einander bis zum Tod verteidigen.
Vielleicht hätte ich auch gern meinen Bruder Yafed an meiner Seite, aber der ist vor Jahren in Comath ums Leben gekommen. Seltsam, darüber redet niemand, alle tun, als hätte er nie existiert.
Ich fürchte, wenn der Angriff tatsächlich kommt, werden wir uns nicht aussuchen können, wer neben uns steht. Wir können froh sein, wenn überhaupt jemand dort steht.

 

Swapnix: Dann wünsche ich dir auf jeden Fall, dass du deine Ziele erreichst.


Was für einen Verlauf Yelcos Geschichte nehmen wird, erfahrt ihr wenn ihr Yelco von Michael Knabe, erschienen im Hybrig Verlag, lest.

 

#Yelco

#Flüchtlingschroniken 

#Protagoniteninterview 

#Protagonistenvorstellung 

 

 

17 März 2026

Buchvorstellung "Deep Black Box" von Jan Wüst


 

 
 
Ich habe @autor_jan_wuest sVeröffentlichungsprozess auf instagram verfolgt und was ich so gelesen habe und die Art zu schreiben fand ich unheimlich spannend.
Und so habe ich mir dann, sobald das Buch veröffentlicht war, bei ihm eine signierte Taschenbuchausgabe bestellt. Ob wohl Thriller oft so gar nicht meins sind, bin ich extrem gespannt auf dieses Buch! Natürlich werde ich euch berichten, wie es mir gefallen hat. 
 
Hier ist noch einmal der Klappentext für euch:
Die Welt steht am Rand des Kontrollverlusts. Im Jahr 2042 bestimmen Klimakollaps, digitale Überwachung und politische Radikalisierung den Alltag. Wahrheit ist verhandelbar geworden. Als der Investigativ-Journalistin Helen ein rätselhafter schwarzer Würfel zugespielt wird, gerät sie in den Einflussbereich einer abgeschotteten Kooperative – und auf die Spur des verschwundenen Milliardärs Jonathan Quand, einer Schlüsselfigur eines gigantischen Betrugsskandals. Was als Recherche beginnt, führt sie in ein System, das weit mehr ist als ein soziales Experiment. Parallel dazu kämpft das Wesen Alma in einer künstlichen Welt ums Überleben – beobachtet, gesteuert, selektiert. Im Zentrum steht NoA: eine künstliche Intelligenz, die gelernt hat, Muster zu erkennen – und beginnt, eigene Schlüsse zu ziehen... DEEP BLACK BOX von Jan Wüst ist ein düsterer Zukunfts-thriller über Macht, Manipulation und die Frage, was geschieht, wenn unsere Schöpfungen beginnen, uns zu beurteilen.
Ich hoffe ich konnte euch mit dem Interview etwas neugierig auf Jan und Deep Black Box machen! Falls ihr es auch gerade lest würde ich mich über einen Austausch freuen! 
 
(Quelle Buchfoto: Sabrina Siebert )
 

Interview mit Jan Wüst zu seinem Debüt "Deep Black Box" erschinen im Signum Verlag


 

                                                  

 

Grüßt euch, heute habe ich Jan Wüst bei mir zu Gast, gerade hat er sein Debüt, Deep Black Box im Signum Verlag, veröffentlicht. Ich möchte ihm natürlich erst mal sehr herzlich gratulieren und dann mit Fragen zu seiner Person und seinem Buch löchern!

Swapnix: Grüß dich Jan, schön, dass du da bist! Bitte erzähl doch einmal etwas über dich, wer bist du und was machst du außer dem Schreiben und wie bist du überhaupt zum Schreiben gekommen?

Jan: Hi Sabrina. Danke, dass ich hier sein darf! Ich bin Jan, Kind der 80er, gebürtiges Nordlicht und wohne mit meiner Familie im Allgäu. Wenn ich nicht gerade schreibe oder mich um meine Kids kümmere, verdiene ich mein Geld als Marketing-Manager und gebe es am liebsten für Rock- und Metal Konzerte und natürlich gute Geschichten aus.
Das mit der Schriftstellerei hat etwa so mit 16 Jahren angefangen. Da habe ich zum ersten Mal Gedichte und Kurzgeschichten geschrieben und gemerkt, wie viel Kraft Worte entfalten können.

Swapnix: Erzähl uns bitte nun etwas über dein Buch, in welches Genre würdest du es einordnen und worum geht es?

Jan: Mein Debütroman »Deep Black Box« ist ein düsterer Zukunftsthriller, der im Jahr 2042 spielt. In einer Welt, die Klimakollaps, digitale Überwachung und politische Radikalisierung als Alltag erlebt.
Helen, einer Investigativ-Journalistin, wird ein rätselhafter schwarzer Würfel zugespielt. Er führt sie in die Kooperative, ein abgeschottetes System, das weit mehr ist als ein soziales Experiment.
Gleichzeitig kämpft das Wesen Alma in einer künstlichen Welt ums Überleben. Sie wird gezielt beobachtet, gesteuert und letztlich selektiert.
Im Laufe der Geschichte geraten Alma und Helen immer stärker in den Sog von NoA, einer künstlichen Intelligenz, die gelernt hat, eigene Schlüsse zu ziehen. 
Im Kern geht es um Macht, Manipulation und die Frage, was geschieht, wenn unsere Schöpfungen beginnen, uns zu beurteilen.

Swapnix: Was hat dich zu deinem Buch inspiriert? 

Jan: Es gab ganz unterschiedliche Einflüsse. Bücher wie »Der Circle« von Dave Eggers, wenn es um das düstere, gesellschaftliche und Setting geht. Und »Die Kinder der Zeit« von Adrian Tchaikowsky, hat mir gezeigt, wie spannend eine nicht menschliche Hauptfigur sein kann. Aber am meisten hat mich wahrscheinlich »Homo Deus« inspiriert, ein Sachbuch von Yuval Noah Harari. Er ist ein Vordenker, der sich mit der Frage beschäftigt hat, was von uns als Menschheit bleibt, wenn wir Maschinen konstruieren, die unserem Verstand weit überlegen sind. Das Szenario finde ich extrem spannend, weil es eine Gesellschaftzwangsläufig tiefgreifend verändert.

Swapnix: Welcher Charakter war für dich am schwersten zu schreiben? Und welchen findest du persönlich am spannendsten?

Jan: Am schwersten zu schreiben war ganz klar Alma. Sie ist ein Wesen, das seine Welt ganz anders wahrnimmt als ein Mensch. Gerüche, Geräusche, Instinkte, Finsternis – das bestimmt Almas Leben. Ich brauchte viel Recherche und Geduld, um mich da reinzudenken. Herausgekommen ist eine sehr ungewöhnliche Perspektive, auch auf uns als Menschen. Das macht diese Figur sehr spannend für mich. Gleichzeitig hat auch Helen, die zweite Protagonistin, ihren Reiz. Sie ist innerlich zerissen, legt gern den Finger in die Wunde und wie Abrissbirne für sich selbst und ihre Umgebung. Langweilig wird es mit ihr nicht.

Swapnix: Wie war für dich der Prozess vom Buch schreiben, über Verlagssuche bis hin zur Veröffentlichung? Wer hat das Cover gestaltet?

Jan: Der ganze Entstehungsprozess war eine schwere, aber auch schöne Geburt 😊. Mit drei kleinen Kindern bleibt leider sehr wenig Zeit für Schreiben, Überarbeiten und Verlagssuche. Nächte, Zugfahrten, der Mittagsschlaf meiner Kinder, jedes noch so kleine Zeitfenster hab ich mit Kapiteln gefüllt. Ich hab das aber selten als Last empfunden. Aus Worten Welten formen und diese am Ende als Buch in den Händen zu halten, das macht einfach Spaß. Das großartige Cover hat Christian Dörge gestaltet.

Swapnix: Wo kann man das Buch kaufen, in welchen Formaten und gibt es die Möglichkeit es signiert bei dir zu erhalten?

Jan: Das Buch ist als E-Book, Paperback und Hardcover überall erhältlich, wo es Bücher zu kaufen gibt. Mittlerweile liegen sogar einige Exemplare in der örtlichen Buchhandlung in Ottobeuren im Allgäu aus. Das freut mich ganz besonders. Wer ein signiertes Exemplar will, kann sich gern auf Instagram via PN bei mir melden. Dann finden wir eine Lösung.

Swapnix: Wirst du dieses Jahr auf Messen und Lesungen zu treffen sein? Wenn ja wo genau?

Jan: Auf Messen werde ich in diesem Jahr leider nicht sein. Eigene Lesungen habe ich mir fest vorgenommen, bin aber gerade erst mit der Planung dafür angefangen. Das Wann und Wo werde ich aber früh genug auf Instagram bekannt geben.

Swapnix: Und wie geht es weiter? Arbeitest du schon am nächsten Projekt? 

Jan: Zwei Geschichten existieren als ausführliche Exposés. Das Schreiben daran kommt aber momentan leider etwas zu kurz. Ich konzentriere mich mehr auf die »Deep Black Box«. Die Geschichte ist noch so jung und lernt gerade erst laufen. Dazu braucht sie meine Hilfe😊.

Swapnix: Lieber Jan, herzlichen Dank, dass du bei mir zu Gast warst und für dieses spannende Gespräch! Ich wünsche dir und deinem Debüt viele begeisterte Lesende! Und bleib gern so sympathisch wie du bist! 

 

 
 Quelle Autorenportrait: @nadine.zuchtriegel , MockUp @autor_jan_wuest